Konkret: Clinton will UFO-Akten der USA erneut prüfen und veröffentlichen

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Hillary Clinton 2016

Copyright: MyGov Hillary/CC BY-SA 3.0

Washington (USA) – Wie schon zuvor ihr Ehemann Bill und der amtierende US-Präsident Barack Obama, so hat sich nun auch die Bewerberin um die Kandidatur zur nächsten US-Präsidentschaftswahl, Hillary Clinton, den Fragen des US-Comedy-Talkers Jimmy Kimmel gestellt: Dieser sprach sie denn auch prompt auf ihr schon zuvor bekanntes Interesse am UFO-Thema und eventuelle Pläne einer Veröffentlichung noch geheimer UFO-Akten der USA an.

Einführend in die Thematik erinnerte Kimmel seinen Gast an den Besuch ihres Mannes und dessen Erklärung, dass er zwar nach UFO-Beweisen gesucht, diese aber nicht gefunden habe (…GreWi berichtete 1, 2). Daraufhin zeigt Hillary Clinton unmittelbar und spontan eine auffallend zurückhaltende, fast schon verneinende Körpersprache, Mimik und Reaktion – und erklärt dann, die Situation nochmals rettend: „Nunja – ich werde erneut (danach suchen)!“

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Zugleich klärt sie den Showmaster darüber auf, dass es für den oft missverständlich und dispektierlich verwendeten Begriff „UFO“ (Anm. GreWi: der eigentlich ganz sachlich für „unidentifiziertes FlugObjekt“ steht) innerhalb der seriösen Forschung eine neue Bezeichnung gebe: „Man spricht von ‚unerklärten Luftraum-Phänomen‘ (unexplained aerial phaenomenon) UAP, das ist die neue gängige Bezeichnung.“

Weiter erklärte Clinton: „Ich möchte diese Akten nochmals prüfen und hoffentlich so viele davon wie möglich veröffentlichen. Wenn es da nichts gibt, dann lasst uns den Menschen sagen, dass da nichts ist. (…) Wenn es da aber etwas gibt, dann – vorausgesetzt es gefährdet nicht die nationale Sicherheit – sollten wir es mit der Öffentlichkeit teilen.“

+ + + GreWi-Kommentar
Nicht nur die erste Reaktion Clintons auf die von Kimmel zitierte angebliche Nichtexistenz von UFO-Akten ist erstaunlich, sondern auch das offene Eingeständnis der Kandidaten für ihr Interesse am Thema und eingebrachte Aufforderung, durch die Verwendung des UAP-Begriffs mehr Ernsthaftigkeit in die zukünftige Diskussion einzubringen.

Zudem spricht Clinton ganz klar von (UFO-)Akten, in die Sie „nochmals“ Einsicht nehmen, diese prüfen und veröffentlichen will. Solche Akten gibt es also offenbar und Clinton scheint ganz genau zu wissen, von welchen Akten sie hier spricht. Man ist fast versucht zu vermuten, dass die einstige Suche ihres Mannes nach US-UFO-Akten nicht ganz so erfolglos verlief, wie dieser dies noch in seinem eigenen Gespräch mit Kimmel die Öffentlichkeit glauben machen wollte
(…GreWi berichtete 1, 2).

Während die Absicht Hillary Clintons zunächst glaubwürdig rüberkommt, sorgt ihre Einschränkung dieser Absichtsbekundung schnell für berechtigte Zurückhaltung. Schließlich ist es ein Leichtes, eventuell existierende Akten unter Berufung auf das Interesse der nationalen Sicherheit weiterhin einzubehalten – ohne, dass dies vor der Öffentlichkeit gerechtfertigt werden muss. Lassen wir uns also überraschen, ob Clinton überhaupt ins Rennen um das Weiße Haus gehen, geschweige denn in dieses dann auch einziehen wird.

Ihr demokratischer Konkurrent um die Präsidentschaftskandidatur Bernie Sanders hatte schon zuvor sein Desinteresse am UFO-Thema bekundet und erklärt.

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