Ahuna Mons: Pyramidenberg auf Ceres in höchster Auflösung

02232
Der pyramidenförmige Berg Ahuna Mons auf dem Zwergplaneten Ceres.

Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI

Pasadena (USA) – Die NASA und an der „Dawn“-Mission beteiligten internationalen Institute haben Aufnahmen eines sich in auffälliger Weise von der sonst recht flachen Umgebung abhebenden pyramidenförmigen Berges – dem sognannten Ahuna Mons – auf dem Zwergplaneten Ceres in der nun besten Bildauflösung veröffentlicht.

Die Aufnahmen selbst wurden bereits im Dezember 2015 aus einer Höhe von 285 Kilometern über der Planetenoberfläche durch die Sonde erstellt und erreichen eine Bildauflösung von 35 Metern pro Pixel.

An seiner steilsten Seite ist der Berg fünf Kilometer hoch und erreicht im Durchschnitt eine Höhe von vier Kilometern. Damit ist Ahuna Mons etwas niedriger als es die bislang noch leicht ungenaueren Daten zur Ceres-Topogafie zunächst vermuten ließen. Der Durchmesser des Pyramidenbergs beträgt rund 20 Kilometer.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ HIER können Sie den täglichen GreWi-Newsletter bestellen +

Da der Berg sich relativ deutlich aus seiner sonst eher flachen Umgebung erhebt, ohne dass sich hier geologisch-tektonischen Hinweise auf seine Entstehung finden lassen und  seine Flanken zudem von dem ebenfalls immer noch rätselhaften weißen Material bedeckt sind, das möglicherweise auch die sogenannten „Ceres-Lichter“ bildet, rätseln die Geologen immer noch, wie der Berg überhaupt entstand. Der Umstand, dass sich der „Pyramidenberg“ unmittelbar neben einem Krater befindet, dessen Volumen und Form in merkwürdiger Weise zu jenem des Berges zu passen scheint, halten die NASA-Forscher indes für einen Zufall.

02235
Perspektivische Ansicht von Ahuna Mons.

Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/PSI

Einer Theorie des wissenschaftlichen Missionsleiters Dr. Christopher Russell zufolge könnte es sich um einen sogenannten Pingo handeln. Pingos finden sich – wenn auch in kleinerem Maßstab – in den nördlichen Polarregionen der Erde und entstehen grundsätzlich durch Eis, das sich während der Wintermonate durch abfallende Temperaturen im Untergrund ansammelt und nach oben ausdehnt. Tatsächlich gibt es, so berichtet Russell weiter, wahrscheinlich sogar einen zweiten ähnlichen Berg in der nördlichen Hemisphäre von Ceres. Warum es aber an diesen beiden Orten jeweils nur jeweils einen einzigen solchen Berg – zudem von derartiger Höhe – gibt, kann sich auch der Forscher nicht erklären (…GreWi berichtete).

© grenzwissenschaft-aktuell.de