Astronomen berichten von erstem Signal für Exomond


Künstlerische Darstellung von Monden um einen fernen Gasriesen (Illu.)

Copyright: NASA

New York (USA) – US-Astronomen sind zuversichtlich, erstmals einen deutlichen Hinweise für einen Exomond gefunden zu haben, also für einen Trabanten, der einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems umkreist. Es könnte zugleich der größte bislang entdeckte Mond überhaupt sein.

Wie die Forscher um David Kipping von der Columbia University vorab via ArXiv.org berichtet, entdeckten sie das „starke Signal“ für einen Mond, der den fernen Stern „Kepler-1625“ umkreist, in den Daten des NASA-Weltraumteleskops und „Kepler“.

Ähnlich wie Kepler Exoplaneten entdeckt, wenn diese bei einem sog. Transit sozusagen vor der „Sonnenscheibe“ ihres Sterns vorbeiziehen und dabei dessen Licht in regelmäßigen Abständen minimal abschwächen, so können auch Monde, die einen dieser Planeten umkreisen, das von diesen Planeten reflektierte Licht abschwächen.

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Genau diesen Effekt wollen die Forscher um Kipping nun in den Kepler-Daten entdeckt haben und bewerten die Wahrscheinlichkeit ihrer Entdeckung selbst mit „Sigma 4“ – weshalb sich der potentielle Mond also immer noch als Signal anderen Ursprungs herausstellen könnte.

Gerade aufgrund der großen Entfernung von Kepler-1625 von rund 4.000 Lichtjahren ist das von dem den Stern umkreisenden Planeten reflektierte Licht extrem schwach. Jetzt hoffen die Astronomen, dass ihre Entdeckung mit Hilfe des Weltraumteleskops „Hubble“ überprüft werden wird.

Bis dahin haben die Forscher allerdings bereits versucht, Schlüsse aus den vorliegenden Daten zu ziehen. Entsprechend vermuten die Forscher, dass der entdeckte Mond deutlich größer ist als der Erdenmond und möglicherweise sogar die Größe unseres Neptun erreicht. Dies würde wiederum bedeuten, dass er einen etwa Jupiter-großen Planeten umkreisen würde. Damit wäre der Mond nicht nur der erste entdeckte Exomond, sondern zugleich auch der bislang größte Mond überhaupt.

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