Buchneuerscheinung: „Rausch – Trance – Ekstase“

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Umschlagsabbildung.

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Bielefeld (Deutschland) – Ein neues Sachbuch beschäftigt sich, mit der „Kultur psychischer Ausnahmezustände“ und gibt Einblicke auf den Einfluss von „Rausch, Trance und  Exktase“ auf unseren Alltag, Kunst und Religion und rückt damit menschliche Grenzerfahrungen in das Zentrum des kultur- und sozialwissenschaftlichen Interesses.

„Was im Alltag als ‚kleine Fluchten‘ vielfältig präsent ist, wird im künstlerischen Schaffen beharrlich gewürdigt und verheißt transzendente Grenzüberschreitungen“, so die Verlagsbeschreibung und führt weiter aus: „Gleichzeitig erscheinen der ‚Rausch der Sinne‘ und andere außergewöhnliche Bewusstseinszustände immer wieder aufs Neue als Störungen der kulturellen Ordnung, die mit sozialen Problemen wie Drogensucht, religiösem Sektierertum und sexueller Ausschweifung verknüpft werden.“

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Es sind diese Widersprüche, die den Ausgangspunkt des vorliegendes Bandes bilden und in der Frage kulminieren, „ob außergewöhnliche Bewusstseinszustände generell unvereinbar mit dem rationalen Menschenbild und den ökonomischen Organisationsprinzipien der Moderne sind.“ Damit betrifft die Thematik nicht nur unseren Alltag, sondern berührt auch die Welt der Kunst und das religiöse Leben.

Gefragt nach dem Grund, für ein Buch zu gerade diesem Thema, erläutern die Autoren: „Weil Rausch, Trance und Ekstase zu den menschlichen Erfahrungen gehören, die in der modernen Gesellschaft am stärksten abgewertet und öffentlich diskreditiert werden. Der Band soll zeigen, dass dies nicht zwangsläufig so sein muss. Unsere eigene Geschichte und außereuropäische Kulturen zeigen, dass solche Erfahrungen gesellschaftlich durchaus integrierbar sind. Sie sind nicht per se riskant, sondern werden erst kulturell dazu gemacht.“

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Damit eröffne das Buch neue kulturvergleichende, historische, spirituell-religiöse, sozialethische und nicht zuletzt multidisziplinäre Perspektiven: „Die Besonderheit des Bandes besteht darin, vermeintlich menschliche Grenzerfahrungen in das Zentrum des kultur- und sozialwissenschaftlichen Interesses zu rücken und ihnen damit die Aufmerksamkeit zu geben, die dem entsprechenden Erleben im Alltag, in der Kunst und der Religion tatsächlich zukommt.“

Bei der Lektüre des Buches wird schnell deutlich, dass auch im Bereich psychischer Ausnahmezustände klinische und experimentelle Forschungsergebnisse nur vor dem Hintergrund kultureller Debatten und gesellschaftspolitischer Entscheidungen zu verstehen sind: „Rausch, Trance und Ekstase als menschliche Grunderfahrungen sind nur in multidisziplinärer Perspektive wirklich zu verstehen.“

Herausgegeben wurde der 264-seitige Band von Michael Schetsche (Dr. rer. pol.), dem Forschungskoordinator am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) und Außerplanmäßigen Professor am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Wissenschaftsautorin und Renate-Berenike Schmidt (PD Dr. phil.), die in der Gymnasiallehrerausbildung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und als Wissenschaftsautorin arbeitet.

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