Indische Chemieanlage wandelt CO2-Emissionen in Backpulver um

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Die indische Chemiefabrik von Tuticorin Alkali Chemicals in Thoothukudi.

Copyright/Quelle: BBC

Thoothukudi (Indien) – Eine Chemiefabrik in der südindischen Hafenstadt Thoothukudi ist weltweit die erste Anlage ihrer Art, die ihre Kohlenstoffemissionen in Natriumkarbonat und andere Chemikalien umwandelt, die dann in unterschiedlichen Bereichen, von der Herstellung von Glas bis hin zu Süßungsmitteln verwendet werden können. Auf diese Weise könnten ganze 10 Prozent der jährlichen CO2-Emissionen weltweit sozusagen in das allseits bekannte Backpulver umgewandelt werden.

Wie die BBC berichtet, erwarten die Verantwortlichen der Chemiefabrik von Tuticorin Alkali Chemicals (TAC) in Thoothukudi, eine jährliche Konversionsrate von 60.000 Tonnen CO2. Während das Binden und Einlagern von CO2 selbst nicht neu ist, unterscheidet sich die TAC-Anlage von anderen Methoden dadurch, dass das profitable System das CO2 nicht aus- bzw. anderswo einlagert, sondern in andere Chemikalien umwandelt und auch auf andere Anlagen und Industriezweige übertragen werden kann.

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Nachdem die CO2-Moleküle mittels eines patentierten chemischen Filters aus dem Schornstein des von der Anlage genutzten Kohlebrenners gefiltert wurden, werden diese in einer Mischkammer mit Salzen und Ammoniak vermischt.

Das Endprodukt kann dann zur Herstellung von Natriumbikarbonat, Natron oder kurz Backpulver und anderen Verbindungen genutzt werden, die dann etwa zur Herstellung von Wasch- und Desinfektionsmittel bis hin zu Süßstoffen genutzt werden.

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