Erste Ergebnisse der Radarscans im Grab des Tutanchamun

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Der ägyptische Minister für das Antike Erbe des Landes, Dr. Mamdouh Eldamaty, erläutert erste Ergebnisse der Radascans auf einer Pressekonferenz am 17. März 2016.

Copyright/Quelle: Ministry of Antiquities, Egypt

Kairo (Ägypten) – Auf einer Pressekonferenz haben Archäologen und das ägyptische Antikenministerium erste Ergebnisse der Radarscans aus dem Grab des Tutanchamun präsentiert. Diese offenbaren hinter der den reich verzierten Wänden der Grabkammer verborgene Räume, in dem sich „Objekte aus Metall und organischem Material“ befinden.

Auf der Pressekonferenz erläuterte der Antikenminister Dr. Mamdouh Eldamaty die Ergebnisse der Radarscans durch das japanische Team um Hirokatsu Watanabe, die am 26. Und 27. November vergangenen Jahres in der Grabkammer des Kindpharaos Tutanchamun (KV 62) im Tal der Könige durchgeführt wurden (…GreWi berichtete).

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Auf den Radarbildern treten hinter den Wänden der Grabkammer des Tutanchamun verborgene Kammern und darin offenbar gelagerte Objekte aus Metall und organischem Material zu Tage.
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Auswertung und Aufschlüsselung der Daten.

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„Die Ergebnisse“, so erläuterte Eldamaty, „lassen die Schlussfolgerung zu, dass es hinter der Nord- und Westwand der bekannten Grabkammer zwei Räume gibt, in denen sich metallische und organische Substanzen befinden.“ Die Ergebnisse stützen demnach die Vermutungen des Archäologen Dr. Nicholas Reeves, der zunächst aufgrund von Unebenheiten in den Wänden auf dahinter verborgene Räume, Gänge und Kammern geschlossen hatte und darin ein weiteres Grab – vielleicht sogar das der legendären Nofretete – vermutet (…GreWi berichtete). Anhand der Radarscans seien zudem auch Türstürze über den Räumen geortet worden, die offenbar den einstigen Eingang in die Kammern markieren.

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Eine Art Türsturz markiert einen der in den Mauern des Tutanchamun-Grabes verborgenen Eingang zu weiteren Räumen und Kammern.

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Weitere Ergebnisse und genaue Details sollen auf einer für den 1. April 2016 angesetzten offiziellen Pressekonferenz veröffentlicht werden.

Abschließend erläuterte Eldamaty, man werde in weiteren Schritten nach und nach die „Rätsel um König Tut zu lösen.“ Der Minister bezeichnete die Untersuchungen und Entdeckungen schon jetzt als „Wiederentdeckung des „Goldenen Pharaonengrabes, die zur Entdeckung des Jahrhunderts“ führen könnte. Was genau Eldamaty damit meint, erläuterte der Minister indes noch nicht.


Zuvor hatte schon der ägyptische Tourismusminister gegenüber der spanischen Zeitung „ABC“ erklärt, eine der verborgenen Kammern sei „mit Schätzen angefüllt“ und die Entdeckungen ebenfalls als den „Fund des Jahrhundert“ bezeichnet (…GreWi berichtete 1, 2).

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