HAARP reaktiviert – Universität startet erneut umstrittene Ionosphärenexperimente


Das Antennenfeld von HAARP-Anlage nahe Gekona in Alaska.

Copyright: Michael Kleiman / US Air Force / Gemeinfrei

Gekona (USA) – Die Antennenanlage des High Frequency Active Auroral Research Program – kurz HAARP in Alaska gehört wohl zu den unter Verschwörungstheoretikern meist umstrittenen technologischen Anlagen weltweit. Während die Betreiber immer wieder auf die rein wissenschaftliche Natur der Experimente verwiesen haben, unterstellen Kirtiker gezielte Atmosphären und Wetter- bis hin zur globalen Gedankemanipulation und das Erzeugen von Naturkatastrophen. Nachdem die Anlage 2014 außer Betrieb gesetzt wurde, haben die HAARP-Betreiber nun mit neuen Ionosphärenexperimenten begonnen.

Einst von der Air Force betrieben, wurde die Anlage 2014 vom geophysischen Institut an der University of Alaska Fairbanks (UAF) übernommen aber auch weiterhin u.a. vom US-Militär und dessen Entwicklungseinheit, der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) mitfinanziert und -genutzt. Nicht zuletzt letzterer Umstand sorgte und sorgt immer wieder für Bedenken und eine Vielzahl an Theorien über den absichtlichen oder auch unbeabsichtigten Missbrauch der die Ionosphäre manipulierenden und aufheizenden Anlage.

Offiziell sollte HAARP, neben der Erforschung der Ionosphäre, in der dieser Radiowellen-reflektierendes Plasma erzeugen, um so die irdische Radiokommunikation zu verbessern oder feindliche Kommunikation zu stören. Nachdem die Forschungsarbeiten spätestens 2015 offiziell ausgesetzt wurden, seien die Antennen und Instrumente zwei Jahre lang überholt und erneuert worden, um nun wieder die elektrisch geladene Schicht der oberen Atmosphäre, die sogenannte Ionosphäre, zu stimulieren, so eine Sprecherin der Universität.

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„Ziel eines der anstehenden Projekte ist die Erzeugung künstlicher Nordlichter“, erläutert die Universitätssprecherin Sue Mitchell und führt weiter aus: „Das Ergebnis wird zwar nicht mit bloßem Auge, dafür aber für spezielle Kameras sichtbar sein. Zudem wird die Fähigkeit der HAARP-Anlage zu neusten Radar-Anwendungen und neue Möglichkeiten getestet, das Schelfeis auf den Arktischen Ozean mittels Signalreflexionen zu beobachten und zu vermessen.“

Die Anlage stehe Wissenschaftlern im Umlageverfahren zur Verfügung und werde aufgrund der hohen Betriebskosten von rund 5.000 Dollar pro Stunde zunächst nur jeweils einen Tag lang in Betrieb sein. Die meisten Kosten entstünde dabei durch die die Anlage mit Energie versorgenden Generatoren.

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Im Betrieb ist das Antennenfeld in der Lage Signale mit 3,6 Megawatt Leistung über 180 Antennen Radiowellen in die Ionosphäre (also in 80 bis knapp 1000 Kilometer Höhe) zu senden. Um der Öffentlichkeit die Sorge angesichts der durchgeführten Experimente zu nehmen und auch den zahlreichen Verschwörungstheorien entgegen zu treten, können jegliche Vorgänge auch auf der Facebook-Seite der HAARP-Analage verfolgt werden: „HAARP ist eine ganz fantastische Forschungsanlage“, so Mitchell abschließend. „Sie ist zwar zu nichts von dem in der Lage, was ihr unterstellt wird, dafür aber ein wirklich interessantes und mächtiges Werkzeug für Forschung und Wissenschaft.“

Die aktuellen HAARP-Forschungsprojekte an denen Wissenschaftler der University of Fairbanks beteiligt sind werden von der US-amerikanischen „National Science Foundation“, dem „Los Alamos National Laboratory“ der US-Regierung und dem gemeinsam von der United States Navy und dem United States Marine Corps betriebenen Naval Research Laboratory finanziert…

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