Erste Suche des kanadischen Militärs nach mysteriösen Klängen in der Arktis erfolglos

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Eine CP-140 im Einsatz

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Hecla (Kanada) – Mysteriöse Summ- und Klingelgeräusche aus dem arktischen Meer sorgen seit vergangenem Sommer bei Anwohnern der Fury-und-Hecla-Straße im nordkanadischen Nunavut-Territorium für Rätselraten und Sorgen – sehen die lokalen Jäger darin doch den Grund für das Fernbleiben der sonst hier so zahlreichen Meeressäuger. Eine erste Suche nach der Quelle der rätselhaften Geräusche durch das kanadische Militär (…GreWi berichtete) erbrachte bislang keine Antworten. Zugleich ziehen Journalisten eine mögliche Verbindung zu einer Welle von Sichtungen unidentifizierter Unterwasserobjekte – sogenannter USOs – in der Region.

Wie die kanadische „National Post“ berichtet, haben die kanadischen Streitkräfte ein Aufklärungsflugzeug vom Typ CP-140 (s. Abb.) in die Region beordert. Nach einem ersten, 1,5-stündigen Überflug, bei dem unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kamen, seien weder akustische Anomalien geortet noch worden, noch sei es zu Kontakten auf oder unterhalb der Wasseroberfläche gekommen, erklärte Dan Le Bouthillier, ein Sprecher des kanadischen Department of National Defence.

Allerdings habe die Crew zwei Walschulen und sechs Walrosse in der fraglichen Gegen beobachten können. Offenbar sind zumindest einige Tiere wieder zurück.

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Während die lokalen Anwohner und Behörden eine Mine oder gar Umweltschützer im Verdacht haben (…GreWi berichtete), spekuliert die Zeitung über eine Verbindung zu zahlreichen Sichtungen „mysteriöser Objekte in den arktischen Gewässern Kanadas“, wie sie in den 1990er und frühen 2000er Jahren für zahlreiche Sichtungsberichte und Schlagzeilen sorgten.

Hierbei wurden meist ungewöhnliche Objekte beschrieben, die sich unmittelbar unterhalb der Wasseroberfläche, meist rund um Pond Inlet und Baffin Island bewegten. Inuit-Jäger und Mitglieder der kanadischen Ranger vermuteten, dass es sich um fremde U-Boote gehandelt habe, die die kanadischen Arktis-Territorien ausspionierten. In einem besonders gut dokumentierten Fall soll eines dieser USOs eine bis zu drei Meter hohe Bugwelle vor sich hergeschoben haben.

Eine in der Folge durchgeführte Untersuchung der Vorfälle durch das kanadische Militär fand allerdings keine Beweise für Aktivitäten ausländischer U-Boote und vermutete damals, dass starke Strömungen und Winde seltene Wellen erzeugt haben könnten.

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