Kryptozoologen hoffen auf DNA-Beweise in Bigfoot-Nestern


Künstlerische Darstellung eines Sasquatch bzw. neben einem potentiellen Bigfoot-Nest auf der Olympic-Halbinsel.

Copyright/Quelle: Jeff Meldrum

Pocatello (USA) – Zwei US-Anthropologen wollen mit einem neuen Ansatz einen weiteren Beweis für die Existenz der nordamerikanischen Waldmenschen erbringen, wie sie allgemein als Bigfoot und Sasquatch bekannt sind. Hierzu haben die Wissenschaftler sogenannte Bigfoot-Nester im Visier – große nestartige Strukturen, die immer wieder in den nordamerikanischen Wäldern entdeckt werden und den Nestern von Menschenaffen gleichen. In diesen Nestern wollen die Forscher mit Hilfe neuster DNA-Extrahierungs- und Analysemethoden nach der DNA der sagenumwobenen Waldmenschen fahnden.

Wie der Anatom und Anthropologe Dr. Jeffrey Meldrum von der Idaho State University (Abb. l.) und der Anthropologe Molekularbiologe Dr. Todd Disotell von der New York University (Abb. r.) in der Beschreibung ihrer Crowdfunding-Kampagne, mit der sie die kostspieligen Analysen zu finanzieren hoffen, berichten, wollen sie das Verfahren der sogenannten „environmental DNA“ (eDNA) zur Suche nach dem genetischen Bigfoot-Beweis nutzen.

Hierbei handelt es sich um ein DNA-Analyseverfahren, das DNA aus Umweltproben wie beispielsweise Wasser- oder Bodenproben extrahieren kann. Bekannt wurde das Verfahren durch den DNA-Nachweis der Existenz der sogenannten Denisova-Menschen aus der Analyse von Ablagerungen in einer Höhle, in der sich sonst keine physischen Beweise oder Spuren als Beleg für die einstige Anwesenheit der lange Zeit unbekannten Frühmenschenart fanden.

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Auf der Grundlage der bereits heute vorliegenden Indizien für die Existenz von Bigfoot bzw. Sasquatchs, unterstützt auch die berühmte Verhaltensforscherin Dr. Jane Godall gemeinsam mit Dr. Meldrum und Kollegen eine „dringende wissenschaftliche Analyse“ der Sasquatch-Frage.

Copyright/Quelle: Jeffrey Meldrum

„Das Potential dieser Methode in der Sasquatch-Frage ist offenkundig und könnte uns dabei helfen, den bisherigen, historischen Mangel an erfolgreicher DNA-Isolation anhand potentieller Haarproben, zu überwinden“, so Meldrum und Disotell.


Zwei der auf der Olympic-Halbinsel gefundenen potentielles „Bigfoot-Nest“.

Copyright/Quelle: Jeffrey Meldrum

Hierzu liegen den Forschern zahlreiche Boden- und Haarproben aus vermeintlichen Bigfoot-Nestern in Bodennähe vor, die sie als „ideale Kandidaten für die eDNA-Analyse betrachten und wie sie größtenteils von derartigen Strukturen stammen, die auf der Olympic-Halbinsel im Nordwesten des US-Bundesstaates Washington stammen. Die hiesigen ausgedehnten und größtenteils unberührten Bergwälder gelten vielen Kryptozoologen als eines der vielversprechendsten Sasquatach-Habitate in Nordamerika.

Zum Thema

Krpytozoologen sind Forschern und Wissenschaftlern, die sich der Suche nach vermeintlich bereits ausgestorbenen oder jenen Tierarten widmen, die zwar zahlreich in Legenden und Erzählungen sowie von Augenzeugen, allerdings bislang noch nicht wissenschaftlich beschrieben und ihre Existenz damit noch nicht eindeutig beweisen wurde.

Die Kosten für die Analyse beziffern die beiden Wissenschaftler auf rund 1000 US-Dollar pro vorhandener Probe. Insgesamt liegen den beiden Anthropologen mindestens fünf vielversprechende Proben vor.

– Die Crowdfunding-Projektseite (via Indiegogo) finden Sie HIER

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