Rover Curiosity findet erstmals Bor auf dem Mars

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Die Analyse der chemischen Zusammensetzung von Mineraladern im Gestein des Gale-Kraters durch der ChemCam an Bord des Mars-Rovers „Curiosity“ weist erstmals Bor- auf dem Mars nach. Auch diese sprechen für einst lebensfreundliche Bedingungen auf dem Roten Planeten.

Copyright: JPL-Caltech/MSSS/LANL/CNES-IRAP/William Rapin

Los Alamos (USA) – Der Mars-Rover „Curiosity“ hat auf dem Mars erstmals das chemische Element Bor nachweisen können. In dem Fund sehen Mars-Forscher einen weitren Hinweis darauf, dass der Mars geologisch lange Zeiten über lebensfreundliche Grundwasservorkommen verfügte.

Wie die Forscher um Patrick Gasda vom Los Alamos National Laboratory aktuell auf der Jahrestagung der American Geophysical Union (AGU) berichteten, wurde das Bor innerhalb von Kalziumsulfat-Mineraladern entdeckt, wie sie auch auf der Erde zu finden sind. Demnach entstanden diese Adern durch Wechselwirkung mit dem Gestein, als urzeitliches Grundwasser auf dem Mars bei Temperaturen von 0 bis 60 Grad Celsius und einem neutralen bis alkalischen PH-Wert den Boden veränderte. „Alles zusammengenommen – Temperatur, PH-Wert und Mineralgehalt – spricht dafür, dass dieses Wasser und seine Umgebung lebensfreundlich waren.“

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Bor selbst steht mit ariden Gegenden in Verbindung, in denen mehr Wasser verdunstet als es durch niedrige Niederschläge wieder aufgefüllt werden kann. Die Entdeckung von Bor auf dem Mars reih sich in eine immer länger werdende Liste von Hin- und Beweisen dafür, dass flüssiges Wasser zumindest in Form von Seen und Flüssen vor einigen Milliarden Jahren lange Zeit den Mars zumindest für mikrobisches Leben lebensfreundlich machte.

Ob in diesen Umgebungen auch tatsächlich Leben entstand, darin existierte und sich vielleicht sogar weiter entwickelt haben könnte, geht aus den bisherigen Funden indes noch nicht hervor. Tatsächlich ist Curiosity nicht darauf ausgelegt Leben direkt nachzuweisen, sondern zunächst einmal zu bestimmen, ob der junge Mars überhaupt lebensfreundlich war.

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