UFOs über Europa


Symbolbild: UFOs über Europa (Illu.)

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Die Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 gilt als Geburtsstunde der Europäischen Union. GreWi gratuliert der EU zum Sechzigsten mit einem kleinen Dossier über den Umgang mit dem Phänomen unidentifizierter Flugobjekte über Europa.

Während sämtliche bisherigen deutschen Bundesregierungen der offiziellen Sprachregelung folgen, man verfolge keine gesonderten Interesse oder gar Dokumentations- und Forschungsanstrengungen hinsichtlich unidentifizierter Flugobjekte über dem bundesdeutschen Luftraum, zeigt schon ein Blick über die grenzen zu unseren EU-Nachbarn, dass offizielle Stellen, Behörden und Militärs dort sehr wohl UFO-Forschung betreiben:

– Spätestens seit es in BELGIEN von Herbst 1989 bis Mai 1990 zu einer Sichtungswelle meist dreieckiger unidentifizierter Flugkörper kam, kooperierte die belgische Luftwaffe mit der zivilen belgischen UFO-Foschungsorganisation SOPBEPS (heute COBEPS), bekannte sich sogar nicht zuletzt in Person des Luftwaffen-Stabschefs Generalmajor Wilfried De Brouwer zu dieser Forschung und kam nach eingehender Untersuchungen der Vorfälle zu dem Schluss, dass die berichteten und teilweise dokumentierten Vorfälle keine rationale Erklärung finden. Die Untersuchungsergebnisse wurden dann in 700-seitigen Abschlussbericht in Buchform veröffentlicht. Die „UFO-Welle über Belgien“ gilt seither als Standardwerk der wissenschaftlichen UFO-Forschung und zur Kooperation ziviler und militärischer UFO-Untersucher. Bis heute untersucht die COBEPS UFO-Vorfälle in Belgien – teilweise mit Unterstützung der Behörden und Militärs.

– In DÄNEMARK veröffentlichte 2009 die Luftwaffe 300 Seiten bis dahin geheimer UFO-Akten aus den Jahren 1978 bis 2002 und erklärte zukünftige Meldungen gemeinsam mit der zivilen dänischen UFO-Forschungsorganisation SUFOI zu bearbeiten (…GreWi berichtete).

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– In FINNLAND veröffentlichte das Militär ebenfalls im Jahr 2009 300 UFO-Akten aus den Jahren von 1933 bis 1979. Der Umgang mit den seitherigen Akten ist unklar.

– In FRANKREICH existiert sogar bis heute eine größtenteils staatliche UFO-Forschungseinrichtung, die der militärisch-zivile Raumfahrtagentur CNES untersteht. Seit 2007 hat die „Groupe d’Études et d’Informations sur les Phénomènes Aérospatiaux Non Identifiés (GEIPAN)“ über 2500 UFO-Sichtungen in Frankreich veröffentlicht, teilweise untersucht und bewertet. Dabei kommt die französische UFO-Behörde zu dem Ergebnis, dass 9 Prozent der Sichtungen nicht identifiziert werden können.

– Auch in GROSSBRITANNIEN existierte bis 2009 ein offizielles „UFO-Büro“ des Verteidigungsministeriums (Ministry of Defence, MoD). Zur Schließung des Büros im Dezember 2009 erklärte eine MoD- Sprecher, man sehe keinen Nutzen mehr in der Untersuchung von UFO-Meldungen. Laut offiziellen Angaben diente das UFO-Büro hauptsächlich dazu, mögliche Bedrohungen britischer Hoheitsgebiete durch in diese eindringenden unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) zu untersuchen und nicht, um deren vermeintlich außerirdische Herkunft zu studieren (…GreWi berichtete).

In Folge der Schließung veröffentlichte das MoD seine bis dato gesammelten und meist als „Geheim“ klassifizierten UFO-Akten über das „National Archive“, wo sie seither online abrufbar sind.

Nachdem noch im Sommer 2013 das britische Verteidigungsministerium (Ministry of Defence, MoD) erklärt hatte, dass sämtliche einst geheimen britischen UFO-Akten veröffentlicht worden seien (…GreWi berichtete), wurde im Herbst 2014 überraschend bekannt, dass noch weitere 18 Ordner der UFO-Akten immer noch unter Verschluss gehalten werden. Eine Veröffentlichung wurde zunächst für spätestens 2015 in Aussicht gestellt. Danach ins Frühjahr 2016 verlegt. Dann für den Frühsommer angesetzt – und wiederum auf August verschoben. Im August erklärte das britischen Nationalarchiv dann, dass die Veröffentlichung bis auf Weiteres verschoben worden sei (…GreWi berichtete) und später mit „frühestens März 2017“ ein neuer „Termin“ genannt.

IRLAND: 37 Jahre lang erforschte auch die irische Armee seit 1947 im Geheimen UFO-Erscheinungen über dem Inselstaat und dokumentierte jeden einzelnen Fall bis ins Detail. Bekannt wurden die Unterlagen 2007 durch den „Freedom of Information Act“ zur Veröffentlichung bislang geheimer Regierungsdokumente (…GreWi berichtete).

– In ITALIEN ist seit 1978 die „Abteilung Allgemeine Sicherheit“ der italienischen Luftwaffe für die Dokumentation und Untersuchung von UFO-Sichtungen zuständig und veröffentlicht nach und nach ihre Berichte auch online.

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SCHWEDEN: Schon 1987 machte das schwedische Militär seine UFO-Forschung öffentlich und übergab den bis dato nicht klassifizierten Teil seiner Akten an das Archiv der zivilen UFO-Forschungsorganisation UFO-Svenska. Seither trägt das schwedische Militär immer wieder neue UFO-Sichtungen in die Datenbank ein. Im Frühjahr 2016 veröffentlichten die mit dem Militär zusammenarbeitenden schwedischen UFO-Forscher um Clas Svahn tausende bislang unveröffentlichter Akten des schwedischen Militär-Archiv der Swedish Defence Research Agency (FOI) über die sogenannten „Geister-Raketen“ (…GreWi berichtete).

– In SPANIEN wurden in den Jahren 1992-1999 ebenfalls mehr als 80 Akten mit über 1000 Seiten zu UFO-Sichtungen ziviler wie militärischer UFO-Sichtungen veröffentlicht und können seither über die Internetseite des spanischen Verteidigungsministeriums eingesehen und heruntergeladen werden.

– Dass auch die SCHWEIZER Behörden immer Wieder UFOs orten, die sich nicht nur über und durch das eigene Hoheitsgebiet bewegen, sondern dabei auch die Ländergrenzen zu Deutschland und Frankreich überqueren, belegen zahlreiche Radar-Dokumente der Schweizer Luftwaffe, die UFO-Forschern vorliegen und unter anderem von dem deutschen UFO-Forscher Illobrand von Ludwiger in seinen Vorträgen.

…UND DEUTSCHLAND?
Vor dem Hintergrund dieses, teilweise bis heute andauernden Forschungs- und Aufklärungsinteresses erscheint nur wenig glaubwürdig, dass sich bundesdeutsche Regierungen, Behörden und Militärs in einem der größten und politisch wichtigsten Kernländer Europas – umgeben von Nachbarländern und Bündnispartnern, die alle UFO-Forschung betreiben oder noch bis heute betreiben – für unidentifizierte Flugobjekte in seinem Luftraum nicht interessiert.

Zu dieser tatsächlich naheliegenden Schlussfolgerung kam denn auch eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags und resümiert: „Die Tatsache, dass sowohl Großbritannien als auch Frankreich sich mit der Fragestellung nach der Existenz von UFOs und außerirdischen Lebensformen beschäftigten und dies – nach vorheriger Geheimhaltung – in den letzten Jahren sogar via Internet veröffentlicht haben, legt die Vermutung nahe, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen.“

Und tatsächlich gibt es – trotz gegenteiliger offizieller Sprachregelung – auch bei den Behörden und Militärs der BRD ein ausgeprägtes Interesse an UFOs: Es gibt Meldevorgänge für UFO-Sichtungen durch Beamte und Militärs, und eine Reihe staatlicher UFO-Akten bis hin zum Bundesnachrichtendienst BND (…GreWi berichtete exklusiv). In einem Dossier hat Grenzwissenschaft-Aktuell den bisherigen Kenntnisstand über die Bundesdeutschen UFO-Akten zusammengetragen. Dieses finden Sie HIER

+ Beachten Sie auch das GreWi-Dossier +
„DIE UFO-AKTEN DER BRD“

TV-Dokumentationen zu UFOs über Europa

UFOs – Und es gibt sie doch (ARD-Dokumentation von 1994)

…und die legendäre Anschlussdiskussion als Sondersendung zur besten Sendezeit

7-teilige National Geographic Doku: UFOs über Europa

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