Arecibo-Radioteleskop erhält Antennen-Update

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der Empfänger des Radioteleskops von Arecibo. Copyright: naic.edu

Arecibo (Puerto Rico) – Zwar wird das Radioteleskop von Arecibo mittlerweile vom chinesischen FAST-Teleskop an Größe übertroffen, doch so lange Letzteres immer noch nicht vollständig einsatzbereit ist, bleibt Arecibo nicht nur das größte sondern auch eines der leistungsfähigsten aktiven Radioteleskope weltweit. Besonders durch die Installation einer neuen, noch leistungsstärkeren Antenne soll unter anderem auch die Suche nach außerirdischen Signalen um ein Vielfaches verbessert werden.

Wie das Arecibo Observatorium auf seiner ebenfalls aktualisierten Webseite berichtet, wird die von der University of Central Florida betriebene, rund 300 Meter durchmessende Antennenschüssel dank einer Förderung der National Science Foundation mit einer sogenannten Phased-Array-Antenne ausgestattet. Auf diese Weise soll die bisherige Leistungsfähigkeit der Arecibo-Schüssel um 500 Prozent gesteigert und das Sichtfeld des Teleskop deutlich erweitert werden.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ HIER können Sie den täglichen kostenlosen GreWi-Newsletter bestellen +

Von dem Technikupdate, das bis 2022 abgeschlossen sein soll, erhoffen sich Astronomen neue Entdeckungen zu Gravitationswellen, schnellen Radioausbrüchen (FRBs), Dunkler Materie und Pulsaren.“

Die Arecibo-Botschaft (r.) vor dem Hintergrund der Antenne des Arecibo Observatory. Copyright: AO / grewi.de

Auch die Suche nach Signalen intelligenter Außerirdischer (Search for Extraterrestrial Intelligence; SETI) wird weiterhin anhand der Arecibo-Daten betrieben.

Berühmt wurde Arecibo vor allem durch eine Art binäre Visitenkarte der Menschheit (s. Abb. l.), die Astronomen um den Astrophysiker Frank Drake am 16. November 1974 von hier aus in Richtung des rund 25.000 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen “M13” sendeten, (Ob wir auf diese Botschaft bereits eine Antwort bekommen haben, erfahren Sie HIER), sowie durch den Kinofilm “Contact” mit Joodie Foster und als Final-Location in James Bond “Golden Eye”.

© grenzwissenschaft-aktuell.de