Auch U.S. Space Force will zukünftig UFOs orten

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Symbolbild.Quelle: spaceforce.mil

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Quelle: spaceforce.mil

Washington (USA) – Obwohl schon 2018 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump gegründet, ist die U.S. Space Force noch immer um Schärfung ihres Profils, der eigentlichen Ziele und des Wirkungsbereichs bemüht. Aus der nun veröffentlichten ersten Doktrin der US-Weltraum-Kampftruppe geht hervor, dass man darum bemüht ist, auch Objekte im All zu orten, die „abnormale Beobachtungsmerkmale“ aufweisen.

Wie aus der jüngst veröffentlichtenSpace Doctine Publication 3-100“ unter dem Titel “Space Domain Awareness” (Lageeinschätzung für den Bereich des Weltraums) hervorgeht, plant die Space Force zukünftig eigene Satelliten zu betreiben, um so die anderer Nationen, aber auch US- und ausländische kommerzielle Satelliten ebenso zu beobachten wie sonstige Aktivitäten im Raum der Erdumlaufbahnen allgemein.

Obwohl das Dokument unidentifizierte Flugobjekte und anomale Phänomene, kurz UFOs bzw. UAP, namentlich nicht direkt nennt, bezieht sich ein Absatz genau auf diese Art der Objekte im erdnahen Weltraum:

„Der sichere Betrieb [eigener Satelliten] im Weltraum erfordert die Fähigkeit zur Identifizierung, Verfolgung, Charakterisierung, Unterscheidung und die Aufrechterhaltung der Kontrolle über zunehmend kleinere Satelliten und Trümmerteile mit erhöhter Genauigkeit. Es erfordert die Fähigkeit, Objekte zu erkennen, zu verfolgen, zu charakterisieren, zu unterscheiden und die Kontrolle zu behalten, die schwächer, weiter entfernt oder anderweitig schwer zu beobachten sind. Trotz der zunehmenden Verbreitung von Objekten, die näher und heller sind. Es erfordert die Fähigkeit, Bedrohungen und Gefahren, einschließlich Objekten, die abnormale Beobachtungsmerkmale und Verhaltensmuster aufweisen und nicht mit einem Besitzer oder Ursprungsort korreliert werden können, schnell zu identifizieren und darauf zu reagieren. Es erfordert auch die Fähigkeit, eine ständig wachsende Menge an Beobachtungsdaten in taktisch relevanten Zeitrahmen zu sammeln, zu übermitteln, zu speichern und zu analysieren.“

Wie die U.S. Space Force mit derart detektierten Objekten – identifiziert und/oder unidentifiziert – umgehen möchte, so sie als Risiko, Gefahr oder konkrete Bedrohung eingestuft werden, geht aus dem aktuellen Papier nicht eindeutig hervor.

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Während sich die Space Force 2021 angesichts der Frage, ob man sich auch an den UFO-Untersuchungen des Pentagons beteiligen werde, noch zurückhaltend zeigte (…GreWi berichtete) unterstrich mit Major General John Olson der Assistent des Chief of Space Operations und damit der wichtigste militärischen Berater des für die Air Force zuständigen Staatssekretärs für Weltraumoperationen auf einer Pressekonferenz zur Space Force auch die Bedeutung internationaler UFO-Untersuchungen.

“Soweit ich unterrichtet bin, sind die internationale Zusammenarbeit und der entsprechende Informationsaustausch Teil der Untersuchungen dieser Task Force und das mit allen Arten von Ländern weltweit. Der Grund ist der, dass es sich bei diesen (Phänomenen) nicht nur um Ereignisse handelt, die auf die Grenzen der USA begrenzt sind. Diese (Phänomene) ereigneten sich weltweit und ich denke, wir sammeln diese Informationen und wir teilen Informationen. Wir betrachten dies als offene und transparente Anstrengung durch den US-Kongress, ausgeführt durch das Büro der UAP Task Force [Anm. GreWi: Aus der UAPTF ging später die heutige US-UFO-Untersuchungsbehörde AARO hervor]. Deshalb würde ich auch zu noch mehr Zusammenarbeit ermuntern. Dies besonders vor dem Hintergrund, dass wir mittlerweile über unterschiedliche Technologien verfügen, die uns dabei helfen, Dinge auch zu entmystifizieren, aufzuklären oder zu erhellen.

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Ich denke aber auch, dass es auch wichtig ist, klarzustellen, dass einer jener Gründe, warum wir diese Anstrengungen überhaupt unternehmen, der ist, dass Bedenken im Sinne der nationalen Sicherheit ebenso einen unvorstellbar hohen Stellenwert einnehmen wie auch die Flugsicherheit wie auch die De-Eskalation, die Vermeidung von Zusammenstößen und Angelegenheiten zum Schutz menschlichen Lebens. Wenn wir also Informationen besser austauschen, in etwa so, wie wir es ja auch schon im Sinne der internationalen Flugsicherheitsorganisationen (ICAO) und anderen internationalen Einrichtungen tun, so ist das auf jeden Fall ein besserer und fruchtbarerer Weg und eine wichtige Chance, die wir nutzen sollten.“ (…GreWi berichtete)

Dass sich die Space Force auch ganz offiziell für UFOs bzw. UAP interessiert, zeigt sich auch durch die Beratertätigkeit des ehemaligen leiters der UFO-Untersuchungseinheit des Pentagons AATIP, Luis Elizondo. Wie die Pentagon-Sprecherin Susan Gough gegenüber der „Liberation Times“ 2022 bestätigte, berät Elizondo die Space Force zu „klassifizierten Themen“: „Mr. Elizondo stellt der U.S. Space Force technische Beratung zu einer Vielzahl klassifizierter Themen zur Verfügung“ (…GreWi berichtete).

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Rechcherquelle: US Space Force

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