Begründer des „Basler Psi-Vereins“ Lucius Werthmüller verstorben

Lucius Wertmüller Quelle: bpv.ch
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Lucius Wertmüller Quelle: bpv.ch

Lucius Wertmüller (1958-2021)
Quelle: bpv.ch

Basel (Schweiz) – Gänzlich unerwartet ist am vergangenen Freitag der langjährige Präsident des Basler Psi-Vereins, spätere Veranstalter der „Basler Psi-Tage“ und Parapsychologe Lucius Werthmüller im Alter von 62 Jahren verstorben.

Innerhalb der internationalen grenzwissenschaftlichen und parapsychologischen Szene dürfte Lucius Werthmüller vielen wohl als Veranstalter und Organisator der „Basler Psi-Tage“ (1999 bis 2007) in Erinnerung bleiben, eine Veranstaltung die zu den traditionsreichsten und renommiertesten Publikumskongressen für Grenzwissenschaften zählte und alljährlich tausende Besucher nach Basel lockte.

Auch nach dem Auslaufen der Psi-Tage 2007 setzte Werthmüller sein organisatorisches Engagement für grenzwissenschaftlich-anomalistische und parapsychologische Themen im Rahmen der Veranstaltungen des Basler Psi-Vereins fort.

Trotz dieses Engagements erfüllte er nie das Klischee des blindgläubigen Esoterikers und zeigte nicht nur in den zu den jeweiligen Veranstaltungen und Vorträgen oft genug auch direkte aber stets sachliche Kritik (1, 2, 3).

Neben seiner organisatorischen Arbeit war Lucius Wertmüller selbst aber auch als Forscher auf dem Gebiet des Spiritismus und der Parapsychologie bekannt. Besonders spektakulär war hierbei der spiritistische Apport, den Wertmüller während einer Séance der Anwesenheit des Geistes des LSD-Entdeckers Albert Hoffmann zuschrieb, mit dem Wertmüller eine langjährige und intensive Freundschaft verband (…GreWi berichtete). Zuvor hatte Werthmüller 2006 den vielbeachteten Weltkongress „LSD – Sorgenkind und Wunderdroge“, anlässlich des 100. Geburtstags von Dr. Albert Hofmann organisiert.

Wertmüller hinterlässt eine nur schwer füllbare Lücke für erfahrbare Esoterik und Parapsychologie. Doch basierend auf Lucius Überzeugungen über den Tod, das Danach und alles Jenseitige, dürfte selbst sein unerwarteter Abschied aus dem Körperlichen ihn selbst eines seiner größten Abenteuer gewesen sein.

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