Chang’e 4: Auf der Rückseite des Mondes keimen erstmals Pflanzen

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Im Bioexperiment des chinesischen Mondlanders der Mission „Chang’e 4“ keimen die ersten Pflanzen (Pfeil).
Copyright: Chongqin University

Peking (China) – Mit dem erst Anfang des Monats auf der Rückseite des Mondes gelandeten Landeeinheit der Mission „Chang’e 4“ hat die chinesische Raumfahrtbehörde auch Pflanzensaat und Insektenlarven zum Mond gebracht. Die ersten Pflanzen in der Testkammer sind nun aufgegangen und gedeihen.

Insgesamt befinden sich in der versiegelten Kammer des „moon surface micro-ecological circle”-Experiments sechs irdische Organismen, darunter Insektenlarven, Hefe, Saat von Raps, Baumwolle, Steinkresse und Kartoffeln. Diese sollen in den Testkammern keimen, gedeihen und eine sich selbst erhaltende Miniatur-Ökosphäre entstehen lassen, die die Grundlage der Versorgung einer zukünftigen bemannten Mondstation bilden soll (…GreWi berichtete).

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Wie die China National Space Administration (CNSA) – gestützt auf ein Foto – berichtet, sind mittlerweile die ersten Baumwollpflanzen gekeimt. Mittlerweile, so bestätigte der wissenschaftliche Leiter der Mission, Professor Liu Hanlong, seien auch weitere Pflanzen angegangen und würden bei 25 Grad Celsius Betriebstemperatur gedeihen.

Die sechs Organismen sollen, so die chinesischen Missionswissenschaftler, als „Produzenten, Konsumenten und Kompostierer“ wirken, um so das Miniatur-Ökosystem auf dem Mond aufrecht zu erhalten. „Kartoffeln können als Nahrung für zukünftige Raumfahrer dienen. Baumwolle könnte eine Quelle für Stoffe und Raps für Öl sein“, zitieren chinesische Medien.

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