DFG verlängert Suche nach erdähnlichen Planeten um Rote Zwerge

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Künstlerische Darstellung eines Planeten um einen Roten Zwerg (Illu.). Copyright: ESO/L. Calçada

Künstlerische Darstellung eines Planeten um einen Roten Zwerg (Illu.).
Copyright: ESO/L. Calçada

Göttingen (Deutschland) – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung einer Forschungsgruppe zur Suche nach erdähnlichen Planeten an der Universität Göttingen verlängert. Unter der Überschrift „Blaue Erden bei Roten Sternen“ suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

– Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der Georg-August-Universität Göttingen

Die Koordination liegt beim Institut für Astrophysik der Universität Göttingen, beteiligt sind die Universitäten Hamburg und Heidelberg, die Landessternwarte Tautenburg und das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Die beantragte Fördersumme liegt bei insgesamt rund zwei Millionen Euro für die kommenden drei Jahre.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Förderung die erfolgreiche Suche nach Planeten unserer Nachbarsterne fortsetzen können“, erläutert der Sprecher der Forschungsgruppe, Prof. Dr. Ansgar Reiners von der Universität Göttingen. „Wenn wir verstehen wollen, wie Planetensysteme entstehen und sich Leben im All entwickelt, ist die Untersuchung dieser Sterne von besonderem Interesse.“

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Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in dem deutsch-spanischen Projekt „Carmenes“ zwei Spektrografen gebaut, die am Observatorium Calar Alto in Andalusien an einem 3,5-Meter-Teleskop betrieben werden. Bis Ende 2020 wird das Projekt mehr als 700 Beobachtungsnächte für die Suche verwendet haben. Mehr als 20 Planeten wurden im Rahmen des Projekts bereits entdeckt. „Für die wissenschaftliche Analyse haben wir spezialisierte Methoden entwickelt und so zu einem besseren Verständnis der Sterne selbst beigetragen. Das zahlt sich jetzt aus“, sagt Reiners. In der zweiten Förderperiode will das Team unter dem Motto „Blue Planets around Red Stars“ besonders interessante Planeten eingehender untersuchen und die Atmosphären von Planeten studieren.

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Quelle: Georg-August-Universität Göttingen

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