Ein „Steinhügli“ auch im Zugersee

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Luftbild des Steinhügels im Zugersee. Copyright: Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Kanton Zug

Luftbild des Steinhügels im Zugersee.
Copyright: Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Kanton Zug

Cham (Schweiz) – Mit der Entdeckung einer ganzen Reihe mysteriöser Steinhügel im Bodensee, die jüngst auf ein Alter von 5.500 Jahren datiert wurden und als mögliches „Bodensee-Stonehnege“ diskutiert werden, gerät nun auch ein bereits seit fast 100 Jahren bekannter ähnlicher Steinhügel im Zugersee bei Cham erneut in Interesse der Unterwasserarchäologen.

Wie der Leiter des Amts für Denkmalpflege und Archäologie des Kanton Zug, Stefan Hochuli aktuell auf einem Vortrag über die „Höhepunkte über Zuger Archäologie“ berichteten wird, ist der Steinhügel im Zugersee, der rund 150 vom Chamer Ufer entfernt liegt, bereits seit rund hundert Jahren bekannt. Trotz seines imposanten Durchmessers von 36 Metern, sei dem Steinhügel bislang jedoch nur wenig archäologische Aufmerksamkeit gewidmet worden.

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Nach den Funden im Bodensee (…GreWi berichete, siehe Links u.), begannen auch die Zuger Archäologen 2016 mit erneuten Untersuchungen ihres Steinhügels, der seit 2019 auch gemeinsam Sporttauchern und aus der Luft erforscht wird. Laut Hochuli sei das Alter und die Funktion eines rätselhaften Steinhügels auf dem Grund des Zugersees bis heute noch immer unklar.

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Allerdings seien bei ersten Arbeiten zwischen den Steinen Überreste von Holzpfählen gefunden worden, die derzeit an der ETH Zürich einer Altersbestimmung unterzogen würden, berichtet der Archäologe gegenüber „20min.ch“. Noch sei also völlig offen, welche Geschichte der Steinhügel im Zugersee zu erzählen habe: „Es könnte sein, dass es sich um einen urgeschichtlichen Bestattungsort handelt oder dass der Hügel als Infrastrukturanlage im Zusammenhang mit der Fischerei diente.“ Es sei allerdings sicher, dass dir Steinhügel keine Laune der Natur seien. Wie im Bodensee, so seien auch im Zugersee noch an anderen Stellen weitere solcher Steinhügel angelegt worden und Hochuli vermutet, dass sich auch in anderen Schweizer Seen ähnliche Anlagen verbergen könnten.

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Quellen: Amt für Denkmalpflege und Archäologie Kanton Zug, 20min

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