Erinnerungen der anderen Art an John McCain

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John McCain auf einer Pressekonferenz im Jahr 2000, während seiner bejahenden Antwort auf die Frage eines Journalisten danach, ob er sich für UFOs und Fragen rund um eine angebliche Geheimhaltung durch die US-Regierung interessiere.

Washington (USA) – Der hochdekorierte Vietnamveteran, langjährige Politiker, US-Senator und streibaren Trump-Kritiker, John McCain ist gestern im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Wenig bekannt ist, dass McCain immer wieder auch öffentlich für sein Interesse am UFO-Phänomen einstand und sich für Untersuchungen der Sichtungen von unidentifizierten Flugobjekten eingesetzt hatte.

Schon im Präsidentschaftswahlkampf 2008 offenbarte sich McCain – obgleich humorvoll – als Kenner des UFO-Mythos, als er sich bei einem Auftritt vor Anhängern in Roswell nicht nur auf das dortige Absturzereignis 1947 berief, sondern auch erklärte, er werde sogar von den Außerirdischen unterstützt:

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Doch schon viele Jahre zuvor, im Oktober 1997 hatte sich John McCain als Senator des US-Bundesstaates Arizona für weitere Untersuchungen der UFO-Sichtungen über Phoenix in Arizona, der sogenannten „Phoenix Lights“ eingesetzt, auch wenn er – für zahlreiche Zeugen und Forscher unbefriedigend – damals noch die Erklärung der Air Force übernahm, laut der es sich bei den Sichtungen um Fehlinterpretationen von gewöhnlicher Leuchtmunition (sog. Flares) während einer Übung gehandelt habe.

Antwortschreiben von John McCain auf eine Anfrage zu den UFO-Sichtungen von Phoenix 1997. Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerten Darstellung des Dokuments zu gelangen.

Zugleich zeigte er sich jedoch in einem Schreiben weiterhin offen und interessiert für “andere mögliche Erklärungen” in dieser Frage und unterstütze die Suche nach diesen. Hierzu verfolge er sogar die Veröffentlichungen von UFO-Forschern und ermutige jedermann selbst Nachforschungen anzustellen (s. Abb.).

Auf einer Pressekonferenz im Jahre 2000 bestätigte McCain dann die Sichtungen über Phoenix erneut – erklärte nun jedoch dass diese „nie völlig erklärt“ worden seien, gestand zugleich aber auch ein, dass er „deswegen jedoch noch keine Beweise für (die Existenz) von Aliens oder UFOs habe“.

Anm. GreWi: Das folgende Video zeigt von Beginn bis zu Timecode 0:40 einen Originalmittschnitt von McCains Aussage auf dieser Pressekonferenz. Diese wird von dem Intro des Science-Fiction-Films (NightSkies) gefolgt, der zwar grundsätzlich auf den Beobachtungen der Phoenix-Lights basiert, diese dann aber mit einer fiktiven Story im Stile der sog. Found-Footage-Horrofilme (Blair Witch Project etc.) fiktiv ausmalt. GreWi bittet hier also zu beachten, dass es sich ab Timecode 0:40 ausdrücklich NICHT mehr um authentisches Filmmaterial bzw. Behauptungen handelt.

Hintergrund: John McCain und die „Phoenix Lights“

Mit seiner Position unterstützte McCain somit wiederholt die Aussagen seines Parteifreundes und damaligen Gouverneurs von Arizona, Fife Symington, der u.a. auf der Pressekonferenz des „Disclosure-Projects“ am National Press Club in Washington DC gemeinsam mit 15 weiteren hochrangigen Augenzeugen aus Militär und Politik über ihre eigenen UFO-Sichtungen oder offizielle UFO-Forschungsprogramme berichteten.

Am Abend des 13. März 1997 sahen tausende Einwohner von Phoenix Lichter in ein riesiges, von den Zeugen als V- oder deltaförmig beschriebenes Fluggerät am Himmel. Während Skeptiker (bis heute) in der Anordnung aus Lichtern lediglich Leuchtmunition während einer Übung über Phoenix vermuten, beschrieben zahlreiche Zeugen übereinstimmend, dass die Lichter Teil eines festen Objekts, mit einer „klar ausgeprägten Außenkante, riesigen eingelassenen Lichtern“ waren, das „völlig geräuschlos durch den Abendhimmel“ flog. Zudem wurde das UFO nicht nur über Phoenix sondern am Himmel über den US-Staaten Arizona, Nevada und dem mexikanischen Bundesstaat Sonora gesichtet.

Auch spätere Analysen der Originalaufnahmen von 1997 zeigen trotz der zeitgenössisch schlechten Camcorder-Homevideo-Qualität eindrucksvoll, dass sich die Lichter über Phoenix ales andere als wie „gewöhnliche Flares“ verhielten:

Nachdem Symington zunächst auf einer Pressekonferenz die UFO-Sichtungen von Phoenix 1997 mit Hilfe eines Kollegen im Alien-Kostümen lächerlich gemacht hatte, entschuldigte sich der Politiker später dafür und erklärte auf der Pressekonferenz, er selbst sei Zeuge der „Phoenix Light“ gewesen (…GreWi berichtete).

Mit seiner diskreditierenden Pressekonferenz habe er 1997 dazu beitragen wollen, eine Massenpanik zu verhindern:

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