Erklärt: Chinesisches „Seeungeheuer“ geborgen

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Standbild aus dem Video. Quelle: Youtube

Standbild aus dem Video.
Quelle: Youtube

Yichang (China) – Tagelang sorgte ein Video für kontroverse Diskussionen darüber, was darauf zu sehen sein könnte – zeigte es doch vermeintlich ein großes, schlangenartiges Wesen, das sich durch den Fluss Jangtsekiang nahe der chinesischen Stadt Yichang zu schlängeln schien. Jetzt zeigt ein weiteres Video die Erklärung für den Vorfall und bestätigt einen schon zuvor diskutierte Erklärungsansatz, wie er vermutlich auch ein isländisches Seeungeheuer-Video von 2012 erklären kann.

Das kurze Video machte seit dem 10. September 2019 seine Runden und wurde besonders in den chinesischen sozialen Medien, aber auch international verbreitet und kontrovers diskutiert.

Jetzt zeigt ein neues Video die Bergung einer langen Plastikplane, als Erklärung für das vermeintliche Ungeheuer. Diese hatte sich offenbar zuvor von einer nahen Baustelle losgerissen. Sowohl Größe als auch Farbe stimmen mit dem „Ungeheuer“ überein.

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Schon 2012 hatte ein ähnliches Video für Spekulationen darüber geführt, ob es vielleicht das sagenhafte Seeungeheuer Islands, mit dem nahezu unaussprechlichen Namen Lagarfljótsormurinn, zeigen könnte, das einem großen Wurm gleichen soll und erstmals bereits Jahr 1345 gesichtet wurde (…GreWi berichtete).

Der Umstand, dass diese Aufnahmen das „Objekt“ sogar in einem teilweise zugefrorenen Gewässer zeigen, spricht eindeutig gegen die Vorstellung eines Reptils und somit – wie im aktuellen Fall – viel eher für ein (hier vermutlich teilweise zugeeistes) Netz oder sonstiges Treibgut. Auch hier entsteht zunächst der Eindruck, als schwimme das „Ungeheuer“ gegen die Strömung. Vergleicht man seine Position jedoch mit dem Ufer wird schnell klar, dass dieses gar nicht vorwärts kommt, sondern die schlängelnden Bewegung das Ergebnis der Strömung sind.

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