Erstes Video-Interview mit „Tic Tac UFO-Kameramann“ US Navy Cmdr. Chad Underwood

Standbilder aus dem „Tic Tac UFO-Video“ von 2014 Copyright/Quelle: US Navy / US DoD
Lesezeit: ca. 6 Minuten
Standbilder aus dem „Tic Tac UFO-Video“ von 2014 Copyright/Quelle: US Navy / US DoD

Standbilder aus dem „Tic Tac UFO-Video“ von 2014
Copyright/Quelle: US Navy / US DoD

Washington (USA) – Spätestens seit der offiziellen Veröffentlichung der Aufnahmen und Authentifizierung durch die US-Navy und das US-Verteidigungsministerium (DoD) gehört das sogenannte „Tic Tac Video“ zu den wohl bekanntesten UFO-Videos überhaupt. Nun hat sich der Kameramann bzw. Navy-Pilot, der die Aufnahmen erstellte, erstmals in einem Interview zu dem Vorfall geäußert und widerlegt damit zahlreiche Argumente von UFO-Skeptikern, die in der Aufnahme fehlgedeutete gewöhnliche Erklärungen unterstellen.

Zur Zeit der Aufnahme des „Tic Tac Videos“ (2004) war der heutige Commander Chad Underwood noch Lieutenant. Aktuell erläutert er gegenüber dem US-Dokumentarfilmer und UFO-Forscher Jeremy Corbell erstmals direkt vor der Kamera die Umstände des Vorfalls und zunächst auch, wie es überhaupt zu der Benennung der Aufnahme und des gefilmten Objekts als „Tic Tac“ kam.

Schon zuvor hatte sich Underwood bereits gegenüber der Intelligencer“-Newswebseite des „New York (Magazines)“ zu den Ereignissen geäußert und sich schon damals erläutert, warum er nicht an die zahlreichen, von UFO-Skeptikern vorgebrachten Erklärungen glaubt, wonach es sich von Vögeln über ferne Flugzeuge, Drohnen bis hin zu Ballons und Wetterereignissen gehandelt haben könnte. Hierzu erläuterte Underwood, dass alle diese Ansätze weder mit dem, was er gesehen, bzw. seine Bordinstrumente angezeigt, noch mit dem übereinstimmten, was zahlreiche Besatzungsmitglieder an Bord der Schiffe mit eigenen Augen oder auf den Radarschirmen gesehen hatten (…GreWi berichtete).

Über die Hintergründe des Videos hatte Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) als eines der ersten Nachrichtenportale überhaupt schon im Oktober 2017 und damit Monate vor der „New York Times“ berichtet.
Diesen GreWi-Artikel finden Sie
HIER.

Im Folgenden hier aber auch eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse:
– Am 10. November 2004 berichtet der Radaroperateur Kevin Day seinen Vorgesetzten von mehreren merkwürdigen Flugobjekten in der Nähe von San Clememte Island, westlich der Küste von San Diego. Diese bewegen sich auf einer Höhe von rund 8.535 Metern, jenseits bekannter Flugrouten mit einer Geschwindigkeit von 255 km/h – zu hoch also, als dass es sich um Vögel gehandelt haben könnte, zu langsam für ein konventionelles Flugzeug. Auch das weitere Flugverhalten der Objekte, etwa das plötzliche, kontrollierte Abtauchen von 18.288 auf nur noch knapp 50 Meter über dem Meeresspiegel, ohne dabei einen Überschallknall zu erzeugen, sorgt bei den erfahrenen Militärs für Interesse. Der kommandierende Offizier der Fliegerstaffel „Black Aces“, Cmdr. David Fravor, berichtete später, er habe in der Folge auf einem eines der georteten Objekte auch visuell bestätigen könnten. Eine Stunde später gelangen Underwood die mittlerweile, aufgrund der auf dem Video sichtbaren Form des Objekts, als „Tic-Tac-UFO“ bekannte Aufnahme. Diese Aufnahmen zeigen ein pillenförmiges Objekt (eben ein Tic-Tac), dessen Flugeigenschaften und außerlichen Merkmale keinem bekannten konventionellen Flugzeug entsprechen – fehlen doch sowohl Tragflächen noch jegliche Anzeichen eines bekanntes Antriebs und entsprechender Abgas- und Hitzesignaturen.

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Im neuen Video-Interview mit Corbell geht Underwood dann aber auch auf die wirklich interessanten technischen und militärischen Hintergründe der Aufnahme ein und berichtet, dass neben der bekannten, veröffentlichten und von Navy und DoD authentifizierten (…GreWi berichtete) Thermalaufnahme (FLIR = passiver Sensor, bildet also nur visuell ab) zusätzlich auch eine Aufnahme des Radarkontaktes (aktiver Sensor, sendet Signale und erhält also auch Daten des angepeilten Ziels) mit dem „Tic Tac UFO“ existiert. Allerdings sei diese bislang noch nicht veröffentlicht und werde – so vermutet Underwood„wohl auch auf längere Sicht nicht veröffentlicht werden“, da potenzielle Feinde aus dieser Aufnahme militärstrategisch-technische sensible Daten und Informationen ablesen könnten.

Dennoch erläutert Underwood, was die Radaraufnahme zeigt: „Als erstes wird ein potenzielles Ziel vom Radar erfasst. Wenn dies passiert, werden auch alle anderen Erfassungssysteme, FLIR und die Waffensteuerung, auf dieser Detektion untergeordnet und auf das Ziel gerichtet. (…) Sobald ich das mir von den Radaroperateuren der USS Princeton zugewiesenen Ziel mit meinem eigenen Radar erfasst hatte, fingen diese (auch auf der FLIR-Aufnahme zu sehenden) Störungen und das verwirrende Verhalten des ‚Tic Tacs‘ selbst an. Die Störungen in Form sogenannter ‚Jam-Strobelines‘ sind vertikale Linien (s. Abb. l.). die darauf hindeuten, dass die eigenen Systeme (vom Ziel) gestört bzw. blockiert werden.”

Gegenteilige Aussagen, dass es zu eben nicht zu solchem „jamming“ gekommen sei, widersprechen nicht nur früheren Aussagen anderer beteiligter Zeugen (Lt. Fravor u.a.), sondern auch der aktuellen von Underwood. Hierzu erklärt Underwood, dass er selbst für die Erstellung solcher Berichte gar nicht befragt wurde. Von offizieller Seite (Pentagon und Navy) sei er nur einen Bruchteil jener Fragen gefragt worden, die ihm später Journalisten wie Corbell gestellt hätten. Auch auf der FLIR-Aufnahme sei neben den Jam-Strobelines durch den aufblinkenden Wert „19.990 B“ ein eindeutiger Hinweis auf diese Störung durch das Ziel zu erkennen (s. Abb. l.).

Hinzu bestätigt Underwood, dass – nicht zuletzt aus Flugsicherheitsgründen – sich zur fraglichen kein weiteres Flugzeug in dem zudem für das Militär gesperrten Manöverbereich aufgehalten habe. Hinzu wären alle derartigen Flugzeuge als solche eindeutig identifizierbar gewesen.
„Zudem
zeigt die Art und Weise, wie sich dieses Objekt bewegte, dass es sich dabei nicht um irgendeine Form von zivilen oder kommerziellen Flugzeugen gehandelt haben kann. (…) Die auch auf der FLIR-Aufnahme deutlich sichtbare rasendschnelle Bewegung nach links zeigt eindeutig, dass es sich um eine gezielte Bewegung des Objekts selbst und nicht um eine meiner Eigenbewegungen handelt. (…) Das FLIR-System ist eigentlich darauf ausgelegt, gerade derartige (Ausweich-)Manöver eines Ziels zu meistern. Das Manöververhalten dieses Objekts ist jedoch nichts, was ich in irgendeiner Form erklären kann.“

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Als das Objekt aber dennoch Underwoods Systemen offenbar mit Leichtigkeit entkommen konnte, war Underwood laut eigenen Aussagen um eine Rückmeldung der kommandierenden USS Princeton bemüht:
„Ich habe die
Princeton unmittelbar angefragt, wo dieses Ding hin ist. Der Grund: Ich selbst habe nur ein begrenztes Sichtfeld mit den Systemen, aus dem dieses Ding einfach verschwand. (…) Die Rückmeldung der Princeton ergab, dass auch sie es nicht mehr auf ihren Schirmen hatten. (…) Es war einfach verschwunden.“

Für Underwood selbst war das „Davonschießen des Objekts“ (vom Betrachter aus gesehen nach links) das merkwürdigste Flugverhalten, das er in seiner gesamten Pilotenlaufbahn jemals erlebt hatte:
„Ich sehe nahezu täglich alle Arten von Ausweichmanövern und
Flugverhalten. Dennoch sollte mein Radar und FLIR in der Lage sein, diese zu meistern. Doch als dieses Ding nach links davonschoss, habe ich umgehend versucht, durch eine eigene aggressive Drehung seiner Flugbahn zu folgen. Dieses Ding bewegte sich mit einer Geschwindigkeit, wie ich sie noch nie gesehen habe. Normalerweise sollte ich in der Lage sein, dieses Flugobjekt mit meinem System wieder einzufangen. Wir reden hier schließlich über einen 80-Millionen-Dollar-Kampfjet.“

Underwood selbst schätzt die Entfernung des Objekts auf 10 bis 15 Meilen (16-24 Kilometer):
„Auf diese Distanz sollte ich auf den Aufnahmen eine Abgasfahne und die Hitze sehen und anhand dessen
erkennen können, dass es sich um ein (bekanntes) Flugzeug handelt. Ich sollte anhand dieser Signaturen sogar in der Lage sein, zu erkennen, um welche Art von Flugzeug es sich handelt. Aber nichts davon ist auf den Aufnahmen zu sehen.“

Auf Nachfrage Corbells, warum es sich bei dem „Tic Tac“ nicht um ein geheimes (Black) Project der USA gehandelt haben könnte, erklärt der Navy-Pilot:
„Wenn man als Pilot in der Luft etwas sieht, was man nicht hätte sehen sollte, so wird man zurückbeordert und darüber (und die Verschwiegenheitspflicht) aufgeklärt.“ Tatsächlich Underwood genau dies bereits unter anderen Umständen passiert. Im Falle der
Tic-Tac-Sichtung sei es aber zu keinem derartigen Debriefing-Prozedere gekommen.

Underwood selbst weiß nicht, was er damals gesehen hat:
„Ich habe
wirklich keine Ahnung. Da war nur dieses wirklich merkwürdige Ding. Ein Objekt, das ich normalerweise identifizieren können sollte. Dieses Objekt hatte keine bekannten Merkmale eines Flugzeuges. Zudem bewegte es sich innerhalb einer Distanz, innerhalb derer ich solche Merkmale eigentlich identifizieren kann. Doch genau das war nicht möglich.“

Laut Underwood unterstreiche nicht nur der Tic-Tac-Vorfall selbst, sondern auch der jüngst veröffentliche „UFO-Bericht“ des Pentagons (…GreWi berichtete) die Tatsache, dass es sich bei diesen Objekten eben nicht um geheime US-Projekte handele. Zudem eröffne sich zumindest die Möglichkeit, dass es sich um Objekte handelt, die nicht von dieser Erde stammen:
„Besonders damals, also 2004, sollte es Flugzeuge, die zu so etwas fähig sind, nicht gegeben haben. Nicht bei uns (USA) und
ganz sicher nicht von einer anderen Nation. Es war ganz sicher kein geheimes oder enthülltes US-Projekt. Wenn jetzt irgendwer glaubt, es könne ja ein russisches oder chinesisches Projekt gewesen sein, würde ich auch sagen, dass eine derartige Technologie damals wie heute einfach nicht existierte.“ Zudem seien seit 2004 mittlerweile 17 Jahre vergangenen – kaum vorstellbar also, dass eine damals schon derart einsatzfähige und effiziente Technologie so lange geheim gehalten worden wäre. „Ich weiß, dass wir (USA) nicht über eine solche Technologie verfügen. Und ich sehe auch keinen Weg, wie China oder Russland eine solche Technologie (seither unbemerkt) entwickelt haben könnten.“

Mit letzterer Aussage stützt auch Underwood die Einschätzung der aktuell durch das US-Militär und die US-Geheimdienste bestätigten Situation, wie sie auch vom ehemaligen Direktor der US-Geheimdienste unter Trump, John Ratcliffe, jüngst in einem Interview erläutert wurde:
„Ich selbst betrachte diese Sache nicht aus Sicht der Frage, ob es Leben auf anderen Planeten gibt. Ich betrachte diese Frage aus Sicht der nationalen Sicherheit. Und da gibt es eben Folgendes, was mich derzeit etwas umtreibt: Viele Leute sagen, dass das vielleicht Russland oder China sein könnte. Aber zu einigen der bislang bereits bekannten Sichtungen sind wir uns bei den US-Geheimdiensten wirklich sehr sicher, dass zur Zeit, als diese Sichtungen stattfanden (bspw. 2004), weder Russland noch China über derartige Dinge mit Eigenschaften wie Transmedium-Eigenschaften (Anm. GreWi: Also die Fähigkeit, sich sowohl mit hohen Geschwindigkeiten in der Luft als auch im und unter Wasser fortbewegen zu können), Überschallflug mit mehr als Mach 5, verfügt haben.

Wir müssen also Erklärung dafür finden. Und ich sage es nochmals: Wenn da jemand ist, der größer, schneller und stärker ist, dann müssen wir darüber Bescheid wissen. Deshalb müssen wir auch eine Diskussion darüber führen, damit unsere Soldaten über diese Dinge sprechen können und wir diese Informationen erhalten, damit wir herausfinden können, was das ist, um Amerika zu schützen.“ (…GreWi berichtete)

Das vollständige Corbell-Interview mit Underwood

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Recherchequelle: ExtratordinaryBeliefs.com, eigene Recherchen GreWi

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