Gefährlicher Flashmob der dritten Art? Wollen 240.000+ die “Area 51” stürmen?

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Ein Schild an einer Zufahrt zum als „Area 51“ oder „Dreamland“ bezeichneten militärischen Sperrgebiet von Groom Lake warnt vor dem unerlaubten Eindringen auf das Gelände. Copyright: Geckow / Gemeinfrei

Ein Schild an einer Zufahrt zum als „Area 51“ oder „Dreamland“ bezeichneten militärischen Sperrgebiet von Groom Lake warnt vor dem unerlaubten Eindringen auf das Gelände. Copyright: Geckow / Gemeinfrei

Groom Lake (USA) – Während UFO-Aktivisten bereits seit Jahrzehnten von den Grenzen des als “Area 51” bekannten militärischen Sperrgebiets Groom Lake in Nevada aus einen Blick die dort von vielen vermuteten Aktivitäten rund um angeblich hier verwahrte und testgeflogene außerirdische Raumschiffe erhoffen, haben sich binnen kürzester Zeit mehr als 240.000 Menschen online zu einem „Sturm auf die Basis“ im kommenden September verabredet. Wenn das nicht mal schief geht…

Eine zunächst vermutlich eher als Gag via Facebook verbreitetes Event mit dem Titel “Storm Area 51, They Can’t Stop Us All” (einer der Ersteller der Veranstaltung nennt sich selbst bezeichnend „Shitposting cause im in shambles“) ruft buchstäblich zum „Sturm auf die Area 51“ auf und versichert im Titel der Veranstaltung zugleich, dass schließlich „Niemand uns alle stoppen kann“.

Hierzu wollen sich die Teilnehmer am frühen Morgen des 20. September 2019 am „Area 51 Alien Center“, einem zur Touristenattraktion avancierten Restaurant im der Area 51 nahegelegenen Amargosa Valley treffen, um offenbar erst dann das weitere Vorgehen auf ihrer Suche nach UFOs und Aliens zu koordinieren (ein weiterer Hinweis auf die wohl kaum ernst gemeinte Absicht der „Veranstalter“?).

Vermutlich gänzlich unerwartet, hat sich das Event in kürzester Zeit viral verbreitet, und mittlerweile mehr als 240.000 zugesagte Teilnehmer erhalten (…Tendenz steigend)

Anm. GreWi: Allerdings sei erwähnt, dass die “Zugesagt-Zahlen” via Facebook meist sehr deutlich über den dann tatsächlich auf derartig angekündigten und beworbenen Veranstaltungen erscheinen.

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Was die Veranstalter ihren bald 250.000 zugesagten Teilnehmern nicht mit auf den Weg gegeben haben, ist die Information darüber, dass schon die Warnschilder an den Grenzen zum Sperrgebiet darauf hinweisen, dass unerlaubte Eindringlinge Geldstrafen von 1000 Dollar und bis zu 6 Monaten Haft und teilweise auch die Anwendung von bis zu „tödlicher Gewalt“ (deadly force) drohen.

Lediglich der Hinweis an die Teilnehmer, man solle laufen, wie der bekannte Comic-Ninja- „Naruto“, um so den Kugeln der Wachsoldaten zu entgehen, deutet ansatzweise eine „gewisse Problematik“ der Aktion an.

Trotz der offenkundig humorvollen Natur des Events, die sich auch anhand der meist humorvollen Kommentaren dazu abzeichnet und an dem schlussendlich die meisten jetzt noch Zusagenden sowieso nicht teilnehmen werden, darf davon ausgegangen werden, dass sich einige (vielleicht sogar eine nicht geringe Anzahl) dann doch zur Aktion zusammenfinden werden, um den Plan in die Tat umzusetzen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen dann auch tatsächlich verantwortlich mit dieser Personengruppe umgehen werden.

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