GfA – Studie des Monats: Esoterik und Rechtsextremismus

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Symbolbil: Die Wewelsburg mit dem Bodenornament der sog. “Schwarzen Sonne” im ehemaligen “Obergruppenführersaal” gilt als eines der esoterischen Zentren im Dritten Reich.
Copyright: Tbachner (via WikimediaCommons) / CC BY 3.0

In Kooperation mit der Gesellschaft für Anomalistik e.V (GfA) stellt Grenzwissenschaft-Aktuell.de deren Rubrik “Studie des Monats” vor. In diesem Monat geht es um das Thema Esoterik und Rechtsextremismus.

Einer nach wie vor gängigen Vorstellung zufolge gab es einen engen Zusammenhang zwischen dem Nationalsozialismus und esoterischem Gedankengut. Dieses soll einen wichtigen Einfluss auf die menschenverachtende Ideologie der Nazis gehabt haben. Einen solchen Einfluss gab es in der Tat, doch das Verhältnis ist weitaus komplexer, als es in den erst in der Nachkriegszeit entstandenen Mythen um das „esoterische Nazitum“ (wie auch deren geheimer SS-Technologie) sowohl aus linker als auch aus rechter politischer Perspektive behauptet wird. Der an der Universität Heidelberg Religionswissenschaftler Julian Strube hat sich intensiv mit der Geschichte der Esoterik im 19. und 20. Jahrhundert und besonders auch deren Bedeutung im Zusammenhang mit völkischen Bewegungen, Nationalsozialismus und Rechtsextremismus beschäftigt.

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In der hier vorgestellten Studie des Monats zeichnet er ein notwendig differenzierteres Bild dieses Verhältnisses und weist auf die historischen Zusammenhänge hin, die für ein angemessenes Verständnis wichtig sind. Bei dem Text handelt es sich um eine Broschüre für das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit des DGB Bildungswerkes.

Die Studie (als PDF) finden Sie unter folgendem Link:
Strube, J. (2017). Esoterik und Rechtsextremismus. Broschüre für das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit

In diesem Zusammenhang verweist der düe die Rubrik “Studie des Monats” bei der GfA zuständige Gerhard Mayer auch auf den thematisch verwandten Aufsatz „Die Macht der schwarzen Sonne“ von Eva Kingsepp, der in der Zeitschrift für Anomalistik Nr. 15/1+2 erschienen war und online zugänglich ist. Zumindest eine gewisse thematische Nähe hat auch der ebenfalls online abrufbare Aufsatz von Schellinger, Anton und Schetsche “Zwischen Stientismus und Okkultismus. Grenzwissenschaftliche Experimente der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg” in der ZfA Nr. 10(3), in dem versucht wird, das schiefe Bild eines starken weltanschaulichen Einflusses durch esoterische / paranormale Glaubensvorstellungen zurechtzurücken.

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