Gravitationswellen könnten ferne beschädigte Warp-Raumschiffe verraten

Symbolbild: Die USS Enterprise (Illu.). Copyright: Placidplace (via Pixabay.com) / Pixabay License
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Symbolbild: Die USS Enterprise (Illu.).Copyright: Placidplace (via Pixabay.com) / Pixabay License

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London (Großbritannien) – Während Warp-Raumschiffe zunächst wie reine Science-Fiction klingen und vermutlich auch tatsächlich noch lange Zeit technologisch nicht umsetzbar sein werden, gibt es bereits heute theoretische Grundlagen für Weltraumreisen mit Überlichtgeschwindigkeit auch im Rahmen unserer eigenen Physik. Ferne und fortgeschrittene Zivilisationen könnten den Warp-Flug jedoch bereits beherrschen. Eine aktuelle Studie zeigt schon jetzt, dass fehlerhafte Warp-Antriebe erkennbare Signaturen in Gravitationswellen hinterlassen und wie wir diese entdecken könnten.

Wie Katy Clough von der Queen Mary University of London, Tim Dietrich von der Universität Potsdam und dem Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Sebastian Khan von der Cardiff University vorab via ArXiv.org erläutern, gibt es zwar noch immer und auch vermutlich langfristig zahlreiche praktische Hindernisse für die Umsetzung von Warp-Antrieben – unter anderem etwa der Bedarf an negativer Energie – dennoch könne man rechnerisch ihre Entwicklung simulieren, vorausgesetzt, man hat eine Zustandsgleichung, die die Materie beschreibt.

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In seiner Arbeit hat das Trio die Signaturen untersucht, die ein fehlerhafter bzw. zusammenbrechender Warp-Antrieb haben könnte und das davon ausgesandte Gravitationswellensignal simuliert, wie sie auch mit hiesigen Gravitationswellendetektoren registriert werden könnten.

Laut den Simulationen würde ein zusammenbrechender Warp-Antrieb eine anfängliche Welle von negativer Energie-Materie ausstoßen, gefolgt von alternierenden positiven und negativen Energie-Wellen und könnte somit schlussendlich mit Gravitationswellendetektoren der nächsten Generation auch erkannt werden.

Bislang allerdings sei noch kein entsprechendes Signal geortet worden, so die Forschenden. Aber schließlich müsse man nach Dingen Ausschau halten, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

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Recherchequelle: ArXiv.org

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