Astronomen finden große Anzahl “unmöglicher Exoplaneten”

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Mini-Neptune in unterschiedlichen möglichen Größen

Copyright: NASA Ames/JPL-Caltech

Graz (Österreich) – Eine große Anzahl der bislang entdeckten Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sollte es in ihrer bislang angenommenen Form eigentlich gar nicht geben. Zu diesem Schluss kommen österreichische Astronomen und -physiker und sprechen von einem “Exoplanetenparadoxon”.

Wie das Team um Patricio Cubillos und Luca Fossati vom Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) aktuell im Fachjournal “Monthly Notices of the Royal Astronomical Society” (MNRAS; DOI: 10.193/mnras/stw3103) berichtet, haben sie herausgefunden, “dass 15–20 Prozent der bekannten Neptun-ähnlichen Exoplaneten mit geringen Dichten gar nicht existieren dürften. Offensichtlich wurden bei ihrer Beobachtung Masse, Temperatur und/oder Radius fehlinterpretiert.”

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In ihrer Studie untersuchten die Forscher die Massenverluste der Atmosphären dieser Exoplaneten: “Planeten mit geringen Massen und großen Radien, die nahe um ihren Stern kreisen und deshalb sehr heiß sind, weisen so geringe Dichten auf, dass sie ihre Wasserstoffatmosphären gleich nach ihrer Entstehung verloren haben müssten”, erläutert Cubillos.

Basierende auf den bekannten Transitradien der Planeten erkenne man aber, dass dies nicht der Fall sei. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis suchten die Wissenschaftler fortan nach möglichen Erklärungen für dieses Paradox und kommen zu dem Schluss, “dass entweder die für die Massenbestimmung angewandte Transit-Zeit-Variationsmethode ungenaue Ergebnisse lieferte und/oder vorhandene Wolken und Staub in der hohen Atmosphäre Einfluss auf die Bestimmung von Radius und Temperatur haben könnten.”

Laut den Forschern stellt diese große Anzahl von Exoplaneten mit fehlinterpretierten physikalischen Parametern stellt ein ernsthaftes Problem für Studien über Planetenentstehung dar: “Zukünftige Teleskope am Boden und im Weltraum – wie zB CHEOPS und PLATO – werden notwendig sein, um dieses Paradox zu lösen”, so Fossati abschließend.

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