KI soll auf Mond und Mars nach außerirdischem Leben suchen

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Ein von und aus Mikroben gebildeter Biofilm in Süßwasser. Copyright/Quelle: PrintempsLamiot11 (via Commons Wikimedia/2015)

Ein von und aus Mikroben gebildeter Biofilm in Süßwasser. Copyright/Quelle: PrintempsLamiot11 (via Commons Wikimedia/2015)

Greenbelt (USA) – Von Zahnbelag bis hin zu Teich-Schaum – überall begegnen uns bakterielle Biofilme, wie sie unter anderem zu den ältesten Lebensformen auf der Erde zählen und überall dort auftauchen, wo es feucht ist. Selbst in fossiler Form sind deren Texturen und Strukturen immer noch als solche zu erkennen. Die NASA will nun mit künstlicher Intelligenz zukünftige Sonden und Rovern beibringen, schon direkt vor Ort außerirdisches Leben von geologischen Strukturen zu unterscheiden, um so die Auswahl, Beprobung und Analyse deutlich zu beschleunigen. Sogar der Mond rückt damit in das Visier, der Suche nach außerirdischem Leben.

Tatsächlich ist eine Unterscheidung zwischen Biofilmen und deren Hinterlassenschaften und non-biologischen Strukturen als Folge rein geologischer Prozesse ohne entsprechendes Training und fortschrittliche Mikroskope oft sehr schwierig.

Wie das interdisziplinäre Team aus Wissenschaftlern und Ingenieuren des Goddard Space Flight Center der NASA berichtet, sollen Algorithmen autonom lernen, potentielle Biofilme und einst von Bakterien erzeugte und hinterlassen Strukturen in Gestein zu erkennen und zugleich zu klassifizieren.

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Mit diesen KI-Algorithmen und entsprechenden Bildgebungsinstrumenten ausgestattet, könnten beispielsweise Rover auf dem Mond oder dem Mars (Anm. GreWi: Interessant ist hier der ausdrückliche Hinweis in der NASA-Mitteilung auch auf den Erdenmond als potentielles Habitat außerirdischer Mikroben!) in Echtzeit und vor Ort bereits entscheiden, welche Proben am vielversprechendsten für die weitere Suche und Analyse nach außerirdischem Leben sein können.

Auf diese Weise soll die Analyse nicht nur schneller, genauer und weniger befangen ablaufen als bisher, wenn Wissenschaftler auf der Erde auf die Übermittlung und Auswertung der Bilder und Daten teilweise mehrere Stunden warten müssen, um weitere Schritte entscheiden zu können.

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