Kornkreis-Philosoph und Geometer Michael Glickman verstorben

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Horton (Devizes) – Im Alter von fast 79 Jahren ist im englischen Wiltshire der bekannte Kornkreisforscher, -philosoph und Geometer Michael Glickman verstorben.

Der ehemalige Architekt und Designer Michael Glickman kam erstmals 1990 mit dem Phänomen der Kornkreise in Berührung, als er seinen ersten Kornkreis besuchte. „Seither habe ich diesen Kornkreis nie mehr wirklich verlassen“, berichtete Glickman später immer wieder auf seinen zahlreichen Vorträgen und in Interviews.

Bekannt wurde Glickman zunächst für seine grafischen Rekonstruktionen und geometrischen Analysen von Kornkreisen später dann für deren symbolische Deutung auf der Grundlage von Geometrie, Symbolismus, Nummerologie und Philosophie. Die Ergebnisse dieser Arbeit veröffentlichte Glickman nicht nur in zahlreichen Rubriken in einschlägigen Kornkreis-Fachzeitschriften, sondern auch in der ihm ganz eigenen, ebenso charismatischen wie unterhaltsamen auch Art auf unzähligen Vorträgen, Seminaren und Workshops.

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Neben seinen zahlreichen Artikeln und humorvollen Kommentaren und Glossen, die in dem Buch „Cornography“ (2007) zusammengefasst wurden, finden sich kaum Bücher anderer Autoren zum Thema, die nicht an irgendeiner Stelle auf die Arbeit Glickmans verweisen. Sein eigenes ersten Buch über diese Arbeit erschien 2009 unter dem Titel „Crop Circles: The Bones of God“, ein zweites, geplantes Buch konnte der Forscher aufgrund seines bereits seit Jahrzehnten andauernden und fortschreitenden Leidens nicht mehr abschließen. Sein Grafik-Büchlein „Kornkreise“ ist auch in einer deutschsprachigen Übersetzung erschienen.

Für viele Kornkreisforscher wie -Enthusiasten war Glickman zweifelsohne eine prägende wie aber auch kontroverse Quelle der Inspiration und Informationen. Neben der grundlegenden Arbeit über die Geometrien hinter den Kornkreisen, deren Symbolismen und Interpretationen war Glickman nicht zuletzt auch für seine scharfe Position gegenüber Kornkreis-Fälschern oder auch nur der Diskussion um deren Anteil am Gesamtbild des Kornkreis-Phänomens bekannt. Ebenso ablehnens stand er den Beweisen für ein historisches Kornkreisphänomen gegenüber, die er zwar akzeptierte aber angesichts der geometrischen Entwicklung des Phänomens seit den 1980er Jahren als vernachlässigbar und unwichtig hielt. Für Glickman lag die Bedeutung der Kornkreise stets in ihrer Aktualität.

In seinem Buch formulierte Glickman seine eigene Hypothese darüber, was Kornkreise sind:

(Die Eigenheiten der Kornkreise) drohen das Fundament unserer Wissenschaft und Technologie zu erschüttern. Wer das Phänomen als ein rein menschliches Projekt betrachtet, kann dies nur durch hartnäckige und umfassende Missachtung der Beweise tun. Die Kornkreise werden nicht mit bequemer Rationalität übereinstimmen. Somit muss auch ich mit einiger Besorgnis zu dem Schluss kommen, dass sie das Werk einer noch unbekannten nicht-irdischen Intelligenz oder Zivilisation sind. Nach fast zwei Jahrzehnten enger Auseinandersetzung (mit dem Phänomen) muss ich meine Überzeugung zum Ausdruck bringen, dass die Kornkreise ein Beweis für den Kontakt mit Anderen von anderswo sind. Bis heute warte ich immer auf eine begründete, kohärente und begründete Anfechtung dieser Hypothese. Natürlich ist diese Aussage ist ein Affront gegen all unsere Kultur, aber da es keine andere tragfähige Vorstellung gibt, will ich mich daran halten. Um Ockhams begrenztes Rasiermesser umzukehren:

Wenn alle anderen Ideen unwahrscheinlich sind,
wenden Sie sich doch den noch unwahrscheinlicheren zu.

 

– Michael Glickmans Internetseite finden Sie HIER

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