Nach weiteren Aufnahmen von „Ultima Thule“ macht „New Horizons“ eine Datenpause

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Das Objekt „Ultima Thule“ in einer ersten 3D-Anaglyphe. Falls vorhanden, nutzen Sie eine Rot-Blau-3D-Brille zum Betrachten des Bildes.
Copyright: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute

Washington (USA) – Am dritten Tag in Folge hat die NASA neue Bilder, Daten und Erkenntnisse zum Kuiper-Gürtel-Objekt „Ultima Thule“ (2014 MU69) veröffentlicht. Während die heißerwarteten hochauflösenden Nahaufnahmen der Oberfläche noch immer ausstehen, geht die Sonde derweil hinter der Sonne verdeckt in eine kurze Datenübertragungspause.

Zu den neuen Erkenntnissen gehört unter anderem, dass sich in einem Umkreis von ca. 750 Kilometern um das Doppelkörperobjekt keine Monde befinden, die größer sind als 1,6 Kilometer Durchmesser. Allerdings suchen die Missionswissenschaftler weiterhin genau nach einem oder mehreren solcher Trabanten, da diese doch die heutige vergleichsweise langsame Rotationsphase erklären könnten.

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Bislang konnte zudem auch noch kein Hinweis für eine vorhandene Atmosphäre um Ultima Thule gefunden werden. Hingegen bestätigt die rötliche Färbung der Oberfläche, wie sie vermutlich durch das Wechselspiel der solaren und kosmischen Strahlung mit exotischen Eisen entsteht, frühere Teleskopbeobachtungen anderer Körper innerhalb der selben Kuiper-Gürtel-Region.

Größenvergleich: Wie deutlich sich Ultima Thule vom ersten New-Horizons-Ziel unterscheidet und welch unterschiedliche Ansprüche sich damit an die Instrumente stellen, wird schon im Größenvergleich der beiden Objekte deutlich.
Copyright/Quelle: NASA

Allerdings geben die NASA-Missionswissenschaftler um Alan Stern auch zu bedenken, dass es sich erst um die allerersten Daten vom Vorbeiflug handelt. Bei den bisherigen Aufnahmen handelt es sich also ebenso wenig um die heißersehnten hochauflösenden Aufnahmen von der Oberfläche des Objekts, noch lassen sie wirkliche Schlussfolgerungen über das Terrain von Ultima Thule zu.

Derzeit bewegt sich die Sonde „New Horizons“ nun – von der Erde aus betrachtet – hinter die Sonne, weshalb die Datenübertragung bis zum 10. Januar 2019 vorerst ausgesetzt wird. Erst danach ist mit weiteren Daten und Bildern zu rechnen. Der gesamte Daten-Download wird voraussichtlich 20 Monate dauern.

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