NASA bestätigt nunmehr mehr als 5.000 entdeckte Exoplaneten

Künstlerische Darstellung unterschiedlicher Planetenarten (Illu.). Copyright: NASA/JPL-Caltech
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Künstlerische Darstellung unterschiedlicher Planetenarten (Illu.). Copyright: NASA/JPL-Caltech

Künstlerische Darstellung unterschiedlicher Planetenarten (Illu.).
Copyright: NASA/JPL-Caltech

Pasadena (USA) – 30 Jahre nach der Entdeckung des ersten Planeten, der einen anderen Stern als unsere Sonne umkreist, bestätigt die NASA nun, dass mittlerweile mehr als 5.000 dieser sogenannten Exoplaneten entdeckt wurden.

„Es ist noch gar nicht so lange her, da lebten wir noch in einem Universum, in dem es nur eine kleine Anzahl bekannter Planeten gab – und alle dieser Planeten umkreisen unsere eigene Sonne“, erläutert die NASA-Pressemitteilung mit der das Erreichen des wissenschaftlichen Meilensteins von mehr als 5.000 bestätigten Exoplaneten gefeiert wird. „Jetzt aber können wir bestätigen, dass es mindestens 5.000 Planeten jenseits unseres eigenen Sonnensystems gibt.“

Die Anzahl von mehr als 5.000 Exoplaneten beziffert die Anzahl jener Planeten um ferne Sterne, die nach ihrer ursprünglichen Erstentdeckung durch gezielte Folgebeobachtungen als tatsächliche Planeten bestätigt werden konnten. Tausende weiterer sogenannter Planetenkandidaten warten derzeit noch auf eben diese Bestätigung als tatsächlich vorhandene Planeten.

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Unter den mehr als 5.000 Exoplaneten finden sich erdartige und erdähnliche Planeten, Gasriesen von der vielfachen Größe unseres Jupiters und sogenannte Heiße Jupiter (hot Jupiter), die ihren Stern sehr dicht umkreisen. Ebenso auf der Liste stehen sogenannte Super-Erden (also Felsplaneten von der vielfachen Größe unseres Heimatplaneten) und Mini-Neptune und damit kleinere Versionen unseres Neptuns; zudem Planeten, die nicht nur einen, sondern zwei Sterne innerhalb eines Doppelsternsystems oder sogar die kollabierten Überreste toter Sterne umkreisen.

Es sei aber nicht nur die schiere Anzahl an Planeten, erläutert Jessie Christiansen, die leitende Archivarin und Wissenschaftlerin am Exoplanet Science Institute der NASA am Caltech in Pasadena. „Jeder dieser Planeten ist eine neue Welt und ein für uns brandneuer Planet. (…) Was wir wissen ist, dass alleine unsere eigene Heimatgalaxie, die Milchstraße, hunderte von Milliarden dieser Planeten beheimatet.“

Hintergrund
Alles begann 1992 mit der Entdeckung eines ersten Planeten, der eine spezielle Art von Neutronenstern, einen sogenannten Pulsar, also der rasant rotierende Rest eines einstigen Sterns umkreiste. Es folgte die Bestätigung von insgesamt drei Planeten um diesen Pulsar. „Wenn man Planeten um einen solchen Neutronenstern finden kann, so liegt es auf der Hand, dass geradezu alle Sterne von Planeten umkreist werden“, erinnert sich der Entdecker des ersten bestätigten Exoplaneten, Alexander Wolszczan.

1995 folgte dann die Entdeckung des ersten Planeten um einen sonnenartigen Stern. Allerdings handelte es sich dabei nicht um einen erdartigen oder gar erdähnlichen Felsplaneten, sondern um einen „hot Jupiter“.

Mittlerweile ist es aber nicht nur die bloße Entdeckung und Bestätigung von Exoplaneten, die die Wissenschaftler wie Laien fasziniert: Von Teleskopen der nächsten Generation, wie etwa dem neuen James Webb Space Teleskop (JWST), erhoffen sich Astronomen und Astronomen schon bald auch die detaillierte Analyse von Atmosphären um einige dieser fernen Welten und damit vielleicht sogar auch Hin- und Beweise für dortiges Leben.




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Recherchequelle: NASA

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