Neue NASA-Forschungsgruppe sucht gezielt nach außerirdischem Leben

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Symbolbild: Suche nach außerirdischem Leben auch an exotischen Orten (Illu.). Copyright: NASA

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Copyright: NASA

Mountain View (USA) – Während die Frage danach, ob wir alleine im Universum sind, uns Menschen schon seit Jahrhunderten umtreibt, könnte die Antwort darauf schon bald in Reichweite der Wissenschaft liegen: An zwei Forschungszentren der NASA beginnen Forschungsteams jetzt mit der gezielten Suche nach außerirdischem Leben.

Wie die NASA berichtet, wurde zu genau diesem Zweck das „Center for Life Detection Science“ (CLDS; Wissenschaftszentrum für den Nachweis von Leben) gegründet, in dem Wissenschaftler des Ames Research Center in Mountain View und des Goddard Space Flight in Greenbelt gemeinsam Fragen erarbeiten, die sich bei der Suche nach Leben jenseits der Erde zukünftig stellen werden.

„Wir verfügen jetzt über die wissenschaftlichen Expertise um die Fragen nach außerirdischem Leben im Angesichts der Klarheit wissenschaftlicher Beweise zu stellen und wir haben eine großartige Forschergemeinde, die Willens ist, diese Herausforderung anzunehmen“, erläutert Tori Hoehler, Hauptuntersucher des neugegründeten CLDS in Mountain View.

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Die Gründung des Forschungszentrums komme zu einem wichtigen Zeitpunkt für das Forschungsgebiet der Astrobiologie – jenem Forschungsfeld also, dass sich mit der Suche nach dem Ursprung des Lebens und dessen Potential im Universum beschäftigt, so die NASA-Wissenschaftler.

Erst kürzlich kamen Wissenschaftler der National Academies of Sciences in einem Bericht für den US-Kongress zu der Empfehlung, dass sämtliche zukünftigen NASA-Weltraummissionen auch jenseits der bereits bekannten Parameter des irdischen Lebens nach außerirdischem Leben suchen sollten (…GreWi berichtete).

Genau diesem Geist verpflichten sich die Gründungsmitglieder des CLDS und wollen dazu auch mit Wissenschaftlern und Forschern von außerhalb der NASA, etwa auf den Gebieten der Physik, Biologie und Astrophysik zusammenarbeiten. Hierzu wurde zeitgleich mit dem CLDS auch das „Network for Life Detection“ (NfoLD) ins Leben gerufen.

Die hier verbundenen Wissenschaftler und Institutionen werden der NASA zuarbeiten und diese etwa in Fragen beraten, die sich bei der Konzeption zukünftiger Weltraummissionen bezüglich deren Möglichkeiten zur Suche nach außerirdischem Leben stellen.

So stellt sich das „Laboratory for Agnostic Biosignatures“ etwa die Frage, wie wir auch außerirdisches Leben erkennen können, dass anders geartet ist als das irdische. Das Team unter Sarah Stewart Johnson von der Georgetown University erarbeitet hierzu gemeinsam mit internationalen Wissenschaftlern die Grundlagen zur Identifizierung sogenannter Biosignaturen auch und gerade für potentielle Lebensformen, die sich von jenen auf der Erde grundlegend unterscheiden und beispielsweise exotische Moleküle erzeugen.

Hinzu wird das „Oceans Across Space and Time“ Team das Potential für einstiges und heute noch existierendes Leben in den Ozeanen der Eismonde im äußeren Sonnensystem und auf dem Mars erforschen. Hierzu dienen den Forschern um Britney Schmidt von der Georgia Tech zunächst jene uns bekannten Bedingungen in aquatischen Systemen als Grundlage, die selbst zu ihrer Lebensfreundlichkeit beitragen und diese aufrechterhalten können. Auch diese Studien sollen die Beantwortung von Fragen zum Nachweis biologischer Aktivitäten in diesen Umgebungen zum Ziel haben.

„Bei der Suche nach Leben jenseits der Erde, kann nicht nur ein Ansatz zur Beantwortung aller sich stellenden Fragen und Situationen verfolgt werden“, so Hoehler. „Um zu erkennen, welche Methoden und Technologien jeweils am geeignetsten sind, um Leben in einem bestimmten und möglicherweise gänzlich erdunähnlichen Umfeld nicht zur zu finden, sondern auch als solches zu erkennen, braucht es einen interdisziplinären Ansatz und Strategien.“

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