NASA und ESA wollen gemeinsam zum Mond

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Orion und das europäische Servicemodul in der Mondumlaufbahn (Illu.). Copyright: NASA/ESA/ATG Medialab

Orion und das europäische Servicemodul in der Mondumlaufbahn (Illu.). Copyright: NASA/ESA/ATG Medialab

Washington (USA) – Nachdem erst kürzlich US-Vizepräsident Mike Pence die Rückkehr der NASA zum Mond deutlich vorverschoben hat und nun Astronauten schon bis 2024 zurück auf den Erdtrabanten bringen will, haben die US-Raumfahrbehörde und die europäische Raumfahrtagentur ESA nun eine gemeinsame Absichtserklärung über die Koordinierung der gemeinsamen, wissenschaftlichen Mondforschung und die Ermittlung von Kooperationsmöglichkeiten unterzeichnet.

Wie NASA und ESA berichten, unterschrieben hierzu ESA-Direktor für astronautische und robotische Exploration David Parker und Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der NASA am 27. März 2019 ein gemeinsames Dokument und betonen damit „das gemeinsame Interesse an der wissenschaftlichen Erschließung des Mondes und die Unterstützung des privatwirtschaftlichen Spektrums sowie von Missionsdiensten auf und im Umfeld des Mondes.“

Damit habe der Mond wiederholt die Aufmerksamkeit der Raumfahrtbehörden als historisches Archiv der kosmischen Geschichte und als Eckpfeiler der Planetenforschung erregt, so die ESA-Presseerklärung und erläutert dazu weiter: „Wassereis und weitere mögliche Ressourcen auf dem Mond bergen die Möglichkeit, dass der Mond zum Sprungbrett für das Sonnensystem wird.“

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Der Vorschlag der ESA an ihre Mitgliedsstaaten für die nächste Periode des Europäischen Explorationsprogramms beinhaltet denn auch die weitere Beteiligung an den Aktivitäten im niedrigen Erdorbit und um und auf dem Mond und Mars.

Damit werde „die wissenschaftliche Forschung, die Entwicklung von Schlüsseltechnologien und die internationale Zusammenarbeit ermöglicht – und somit inspirierende Missionen, mit denen die Präsenz der Menschheit über die Erde hinaus erweitert wird“.

Beide Raumfahrtorganisationen setzen zugleich sich für „eine nachhaltige Mondexploration ein, die durch Kooperationen ermöglicht wird – nicht nur mit Raumfahrtagenturen, sondern auch mit der Privatwirtschaft“. Hierzu böten neue kommerzielle Kapazitäten neue Möglichkeiten, um die Wirtschaftstätigkeit im Weltraum zu erforschen und zu erweitern. Hinzu wollen beide Behörden weiterhin die wissenschaftliche Zusammenarbeit bei Nutzlasten und künftigen Missionen zum Mond prüfen.

Schon jetzt kooperieren ESA und NASA unter anderem auf der Internationalen Raumstation (ISS) und bei gemeinsamen Robotermissionen. Seit kurzem arbeiten sie bei der Raumsonde Orion zusammen, die nach 50 Jahren wieder Menschen zum und auf den Mond bringen soll.

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„Die NASA greift hiermit für eine zentrale Antriebskomponente eines amerikanischen Raumfahrzeugs auf ein in Europa gebautes System zurück, womit die internationale Zusammenarbeit bei der ISS über die erdnahe Umlaufbahn hinaus ausgeweitet wird“, berichtet die ESA. Die Entscheidung sei damit zu einem großen Teil auf das erfolgreiche ATV-Programm der ESA zurückzuführen, mit der bereits die Internationale Raumstation versorgt wurde. In großen Tanks des ATV befinden sich Treibstoff sowie Verbrauchsmaterialien für die Astronauten: Sauerstoff, Stickstoff und Wasser.

In der ESA-Presseerklärung heißt es abschließend, die ESA freue sich darauf, „in Zusammenarbeit die Geheimnisse des Mondes zu erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse als Sprungbrett für die Zukunft der Menschheit im Weltraum zu nutzen.“

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