NASA veröffentlicht erste Aufnahmen vom Vorbeiflug an Ultima Thule

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Kompositaufnahme zweier Aufnahmen des Objekts „Ultima Thule“ (2014 MU69).
Copyright: NASA/JHUAPL/SwRI (r. bearb.: grewi.de)

Pasadena (USA) – Der erstmalige Vorbeiflug eines irdischen Raumschiffs an einem Objekt des Kuiper-Gürtels war ein Erfolg: Während die NASA-Wissenschaftler auf die ersten Daten und hochauflösenden Aufnahmen des Objekts „Ultima Thule“ (2014 MU69) warten, hat die US-Raumfahrtbehörde nun die ersten Aufnahmen vom Anflug veröffentlicht. Diese beantworten schon jetzt erste Fragen rund um Ultima Thule.

Wie die NASA berichtet, stammen die nun veröffentlichten Aufnahmen vom 31. Dezember 2018 und bestätigten nicht nur, dass die Sonde „New Horizons“ selbst, die 2015 Pluto erforscht hat, noch voll funktionstüchtig ist, sondern auch bisherige Vermutungen, dass es sich bei Ultima Thule um ein längliches – kegelförmiges – Objekt mit offenbar zwei Kernen handelt. Alternativ könnte es sich jedoch auch noch um zwei sich sehr dicht umkreisende Objekte handeln. Die Ausmaße des Objekts betragen ca. 32 x 16 Kilometer.

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Während die bislang veröffentlichten Aufnahmen von vor dem Vorbeiflug derzeit also noch einige Fragen zur Form von Ultima Thule offen lassen, beantworten sie hingegen eines der ersten Rätsel um das Objekt, vor dem die NASA-Wissenschaftler schon zuvor standen, als es ihnen nicht gelang, anhand früherer Aufnahmen eine aussagekräftige Lichtkurve und damit erste Rückschlüsse auf Struktur und Form des Objekts abzuleiten (…GreWi berichtete).

Die Künstlerische Darstellung (r.) basiert auf den Kompositaufnahmen des Objekts und zeigt zudem die Ausrichtung der Rotationsachse, die geradezu auf die „New Horizons“-Sonde weist.
Copyright: NASA/JHUAPL/SwRI

„Die Aufnahmen zeigen, dass sich das Objekt tatsächlich wie ein Propeller dreht und dabei fast genau in Richtung der Sonde ausgerichtet ist“, erläutert der Missionsleiter Alan Stern vom Southwest Research Institute (SwRI). Mit welcher Geschwindigkeit Ultima rotiert ist indes noch nicht genau bekannt.

Drei Aufnahmen zeigen die Rotation von Ultima Thule im Abstand von 75 und 80 Minuten.
Copyright: NASA/JHUAPL/SwRI (bearb. u.: grewi.de)

Schon morgen erhoffen sich die Missionswissenschaftler weitere und dann noch höher aufgelöste Aufnahmen von Ultima Thule. Insgesamt wird es rund 20 Monate dauern, bis alle wissenschaftlichen Daten des gestrigen Vorbeifluges in rund 6,4 Milliarden Kilometern Distanz zur Sonne zu Erde übertragen wurden.

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