Navy-Pilot: „US-Militärs sahen UFOs mehrere Jahre lang …und das täglich!“

Navy-Pilot Ryan Graves im Interview mit CBS-Moderator Bill Whitaker für „60 Minutes“. Copyright: CBS
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Navy-Pilot Ryan Graves im Interview mit CBS-Moderator Bill Whitaker für „60 Minutes“. Copyright: CBS

Navy-Pilot Ryan Graves im Interview mit CBS-Moderator Bill Whitaker für „60 Minutes“.
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Washington (USA) – Der US-Sender “CBS” widmete sich in der aktuellen Ausgabe seines Doku- und Interviewformats “60 Minutes” am gestrigen 16. Mai 2021 dem Thema UFOs bzw. UAPs. Ein spektakulärer Höhepunkt der Interviews mit verschiedenen Experten, Journalisten, UFO-Forschern, Zeugen und Militärs, ist die Aussage des Navy-Piloten Ryan Graves. Dieser erklärt, Navy-Soldaten hätten „über Jahre hinweg und täglich unidentifizierte Flugobjekte in eigentlich militärisch gesichertem US-Luftraum geortet und gesichtet. Graves bezeichnet diese Situation als Risiko für die nationale Sicherheit.

Der ehemalige Navy-Pilot Lieutenant Ryan Graves ist einer von mehreren ehemaligen US-Militärs, die öffentlich über jene Phänomene sprechen, die das Pentagon seit einiger Zeit und ganz offiziell nicht mehr als „UFOs“ (unidentifizierte Flugobjekte), sondern als UAPs, als „unidentified aerial phenomena“, also als „unidentifizierte Phänomene im Luftraum“ bezeichnet.

Zuvor hatte sich Graves gegen bekannte Drohnen (ziviler und militärischer Herkunft) als Erklärung für die UFO-Sichtungen ausgesprochen: „Diese Dinger waren da draußen (am Himmel) den ganzen Tag. (…) Und um ein Fluggerät in der Luft zu halten, bedarf es größeren Mengen an Energie. Angesichts der von uns beobachteten Geschwindigkeiten sind 12 Stunden in der Luft 11 Stunden länger, als wir erwarten würden“, erläuterte Graves gegenüber dem Pentagon, dem US-Kongress als auch gegenüber der “New York Times“ (…GreWi berichtete).

Gegenüber dem sichtlich verdutzten CBS-Moderator Bill Whitaker von “60 Minutes” berichtete Graves, er und seine Kameraden seines F/A-18 Kampfgeschwaders hätten “seit 2015 über zwei Jahre hinweg nahezu täglich ungewöhnliche, manövrierfähige und unidentifizierte Flugobjekte über militärisch gesperrtem Luftraum südöstliche von Virginia Beach detektiert”. Diese UFO-Sichtungen waren demnach “derart häufig, dass die Piloten und ihre Crews sie bereits für ‘normal’ hielten. Laut Graves stellen diese Objekte allerdings eine potenzielle Bedrohung der (nationalen) Sicherheit dar.

„(Diese Situation) macht mir Sorgen, weil es sich (bei diesen Objekten) auch um taktische Flugzeuge eines anderen Landes handeln könnte, die da einfach so über uns in der Luft hängen. Wäre dies der Fall, so hätten wir ein wirklich großes Problem. (…) Da diese Objekte aber anders erscheinen, als (uns bekannte) taktische Jets scheint es so, dass wir uns damit nicht wirklich beschäftigen wollen, obwohl wir mit diesem Problem von Angesicht zu Angesicht konfrontiert sind. Natürlich ist es zunächst einfacher, die Tatsache, dass (diese Objekte) da sind und uns jeden Tag beobachten, einfach zu ignorieren.“

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Graves selbst berichtet weiter, dass Piloten, die solche UAPs gesehen und geortet hätten, darüber spekulieren, ob es sich entweder um geheime US-Technologien handelt, um feindliche Spionage-Plattformen oder um etwas völlig anderes. Angesichts eines bereits von der Navy und dem US-Pentagon authentifizierten UAP-Videos erklärte Graves: „Das hier ist schwer zu erklären. Wir sehen hier Rotation, eine hohe Flughöhe und keinen Antriebsausstoß. Richtig? Ich weiß ganz ehrlich nicht, was das sein könnte.“ Er selbst vermutet, dass es sich um ein bedrohliches Spionage-Programm handeln könnte und möchte Russland oder China als Herkunft der UAPs nicht ausschließen.

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Auch der ehemalige Leiter eines jahrelang geheimen UFO/UAP-Untersuchungsprogramms des US-Verteidigungsministeriums mit der Bezeichnung „AATIP“, Luis Elizondo, stimmt der potenziellen Bedrohung der Nationalen Sicherheit in Form der detektierten UAPs zu: „Stellen Sie sich eine Technologie vor, die 600 bis 700-fache G-Kräfte erreicht und aushält und 13.000 Meilen pro Stunde schafft. Eine Technologie, die das Radar meiden kann und sich sowohl durch die Luft als auch im und unter Wasser und vermutlich auch durch den Weltraum fortbewegen kann, die zudem aber keine offenkundigen Anzeichen für irgendeinen uns bekannten Antrieb aufzeigt, keine Tragflächen besitzt, keine veränderlichen Oberflächen und dennoch den natürlichen Effekten der irdischen Schwerkraft trotzt. Diese Technologie ist allem, was wir bekanntermaßen in unserem eigenen (militärisch-technologischen) Inventar besitzen, absolut und haushoch überlegen.“

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Auch die Kammern des US-Kongresses sind mit der aktuellen Situation und Informationslage über UFOs bzw. UAPs durch das eigene Militär und die Geheimdienste offenkundig unzufrieden und haben von Pentagon und den Geheimdiensten die Erstellung eines Berichts über den aktuellen Stand des „UFO/UAP-Wissens“ und der potenziellen Bedrohung angefordert. Da hierfür eine Frist von lediglich 180 Tagen gesetzt, das entsprechende Gesetz schon Ende Dezember 2020 ratifiziert wurde, sollte der Bericht, der zudem größtenteils unzensiert veröffentlicht werden muss, Ende Juni dem Kongress und der Öffentlichkeit vorgelegt werden (…GreWi berichtete).

Vermutlich ebenfalls aufgrund des steigenden politischen, medialen wie öffentlichen Drucks in den USA hat auch der Generalinspekteur des US-Verteidigungsministeriums eine Neubewertung des Umgangs des Pentagons mit der UFO/UAP-Situation eingeleitet (…GreWi berichtete).

Beobachter bezweifeln allerdings, dass eine Frist von 180 Tagen für die Erstellung eines zu erwarten derart komplexen Dossiers ausreicht und vermuten schon, dass Ende Juni (wenn überhaupt) lediglich ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden kann und wird.

…GreWi wird natürlich weiterhin berichten.




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Quelle: CBS, eigene Recherchen grenzwissenschaft-aktuell.de (GreWi)

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