Neue Aussagen und Informationen von UFO-Whistleblower David Grusch: „Habe auch UFO-Wissen aus erster Hand“

Der „UFO-Whistleblower“ David Grusch am 26. Juli 2023 während seiner Aussagen bei der UFO-Anhörung vor dem U.S. House Subcommittee on National Security, the Border, and Foreign Affairs. Copyright: Public Domain
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Der „UFO-Whistleblower“ David Grusch am 26. Juli 2023 während seiner Aussagen bei der UFO-Anhörung vor dem U.S. House Subcommittee on National Security, the Border, and Foreign Affairs. Copyright: Public Domain

Der „UFO-Whistleblower“ David Grusch am 26. Juli 2023 während seiner Aussagen bei der UFO-Anhörung vor dem U.S. House Subcommittee on National Security, the Border, and Foreign Affairs.
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Washington (USA) – Im vergangenen Sommer sorgte der ehemals hochrangige US-Geheimdienstler David Grusch mit seinen ersten Aussagen gegenüber Journalisten und vor dem US-Kongress weltweit für Aufsehen. Behauptete er doch, dass die USA seit 80 Jahren ein geheimes UFO-Bergungs-, Untersuchungs- und Rückentwicklungsprogramm jenseits der Kontrolle des US-Kongresses verfolgten, innerhalb dessen bereits zahlreiche Flugobjekte und sogar deren Insassen nicht-menschlicher Herkunft geborgen wurden. Bislang hatte Grusch jedoch nur erklärt, diese Informationen über anderer, also nicht aus erster Hand erhalten zu haben. In einem aktuellen Interview erklärt der „UFO-Whistleblower“ nun, er habe selbst auch direkte Einsichten in UFO-Programme gehabt und warum er darüber bislang nichts berichten konnte.

– Lesen Sie HIER, HIER und HIER die Hintergründe zu den Aussagen und Vorwürfen des „UFO-Whistleblowers“ David Grusch

In einem aktuellen NewsNation-Interview mit Elisabeth Vargas nahm David Grusch zunächst Stellung zur aktuell vom US-Senat vorgelegten finalen Version des US-Verteidigungshaushaltsgesetzes (NDAA’24), innerhalb dessen das mittlerweile stark beschnittene „UAP-Enthüllungsgesetz“ (UAP Disclosure Act, UAPDA) den künftigen Umgang mit noch nicht veröffentlichten US-UFO-Akten, -Informationen und Materialien regeln soll (…Grewi berichtete).

„Was wir hier gerade beobachten, gehört zu den größten legislativen Versagen in der Geschichte der USA. Es gab zunächst einen wirklich starken und sogar parteiübergreifenden Gesetzentwurf in Sachen UAP/UFO-Transparenz. Und ganz gleich, ob man meine Vorwürfe glaubt oder sie für verrückt hält, hier geht es um Transparenz der Regierung im Allgemeinen. Dieser Gesetzentwurf basierte auf früheren und erfolgreichen Modellen zur Regierungstransparenz. Auch gestützt von republikanischen Senatoren wie Marco Rubio hätte der ursprüngliche Entwurf die illegale Finanzierung von Geheimprogrammen unterbunden.“

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Ebenfalls im Gegensatz zum ursprünglichen Text lasse der nun vorgelegte finale Gesetzestext „die Türen weit offen für jegliche Form der Geheimhaltung, alleine unter Berufung auf Fragen der nationalen Sicherheit“, kommentiert auch die Journalistin Vargas.

Da es der Kongress im aktuell abgeschwächten Gesetzestext die Einsetzung des ursprünglich vorgeschlagenen unabhängigen präsidialen Gremiums zur Veröffentlichung bislang noch immer klassifizierter UFO-Akten versäumt habe, sei es nun am Präsidenten selbst, ein solches Gremium einzusetzen, so Grusch.

Der Kritik jener Senatoren, die sich schlussendlich gegen die weitreichenden Befugnisse dieses Gremiums ausgesprochen hatten, laut derer ein solches Gremium und dessen Entscheidung auch zur unbeabsichtigten Enthüllung von Staatsgeheimnissen beitragen könnte, begegnet Grusch im NN-Interview: „Es gibt andere erfolgreiche Beispiele für solche präsidialen Gremien aus den vergangenen Jahrzehnten, aus denen heraus es zu keinen Informationsleaks gekommen war. Wenn diese professionell geleitet werden, kommt es auch nicht zur unbeabsichtigten Enthüllung klassifizierter Inhalte, stattdessen aber zu einer geleiteten Veröffentlichung jener Informationen, die veröffentlicht werden können.“

Elisabeth Vargas verwies im Weiteren auf den demokratischen Abgeordneten Jared Moskowitz (FL). Dieser hatte sich zunächst angesichts der zahlreichen UFO-Behauptungen eher skeptisch gezeigt. „Doch immer dann, wenn wir unbequeme, aber berechtigte Fragen in dieser Sache stellten, stießen wir auf Widerstand und wurden abgewiesen. (…) Wenn es nichts zu verbergen und keine Geheimnisse gibt, warum erzählt man uns dann, dass man keinen Zugang zu diesen Informationen bekommt und warum wird Transparenz in dieser Sache unterdrückt?“ Tatsächlich wurde auch Grusch die temporäre Wiederherstellung seiner ehemaligen Zugangsberechtigungen als Grundvoraussetzung für eine Aussage vor bestimmten Verteidigungsausschüssen machen zu können, verweigert.

Abschließend stellte Vargas Grusch auch eine Frage, die gerade Grusch-Kritiker immer wieder ins Feld führen, um die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen, Behauptungen und Vorwürfe zu schmälern: „Ihre Kritiker verweisen immer wieder darauf, dass sie bislang selbst immer wieder erklärt haben, dass ihre Aussagen lediglich auf den Berichten und Aussagen anderer beruhen – dass Sie selbst also über keine eigenen Informationen aus erster Hand verfügen. Was sagen sie diesen Skeptikern?“ Darauf Grusch: „Bis vor kurzem konnte ich noch nicht all jene Informationen preisgeben, über die ich verfüge. Das lag an bestimmten Geheimnis- und Verschwiegenheitsverpflichtungen im bisherigen Vorgang. Tatsächlich verfüge ich aber über Wissen und Informationen aus eigener, also erster Hand zu bestimmten Teilen des (Bergungs-)Programms. Ich selbst wurde von Teilen der US-Regierung über dieses Programm unterrichtet. Derzeit schreibe ich an einem Artikel dazu, den in den kommenden Wochen veröffentlichen werde und in dem ich das darlege, was ich aus erster Hand weiß.“ Auch in der neusten Fassung sei er allerdings angewiesen worden, einige spezifische Informationen zurückzuhalten. Er dürfe aber in einer verallgemeinerten Sprache darüber berichten.

…GreWi wird berichten.

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Recherchequelle: News Nation

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