Neues Infrarot-Instrument soll lebensfreundliche Planeten um Rote Zwerge finden

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Testaufnahme des Roten Zwergsterns GJ 436 mit dem IRD-Instrument. Anhand des Spektrums des Sterns (teilw. unterbrochene Linie) können Astronomen durch den Laserfrequenzkamm (Punkte) die Bewegung des Sterns ermitteln. Copyright: NINS Astrobiology Center

Hilo (USA) – Ein neues Instrument am Subaru Telescope auf Hawaii soll Astronomen bei der Suche nach bestenfalls lebensfreundlichen Planeten um rote Zwergsterne helfen.

Rote Zwerge sind Sterne, die kleiner und lichtschwächer sind als unsere Sonne und das meiste ihrer Energie nicht in Form von normalem, sichtbarem Licht, sondern durch Infrarotlicht abgeben. Da sie aber kleiner und lichtschwächer sind als unsere Sonne, ist es auch leichter, Planeten zu finden, die diese Sterne umkreisen.

Entsprechende Kandidaten finden sich auch in direkter Nachbarschaft zu unserem Sonnensystem, wie etwa der nur 4,24 Lichtjahre entfernte Proxima Centauri oder der rund 40 Lichtjahre entfernte TRAPPIST-1.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ HIER können Sie den täglichen kostenlosen GreWi-Newsletter bestellen +

Gemeinsam mit Kollegen aus Japan haben Astronomen des National Institutes of Natural Sciences Astrobiology Centers nun am Subaru Telescope auf Hawaii nun den InfraRed Doppler (IRD) in Betrieb genommen, der das Licht der Zwergsterne gezielt ins Visier nehmen und darin nach Signaturen dortiger Planeten suchen soll.

Der Laserfrequenzkamm misst die Bewegungen der angepeilten Sterne auf wenige Meter pro Sekunde genau und sucht in diesen Bewegungsmustern nach Hinweisen auf von Planeten verursachten, kleinsten Unregelmäßigkeiten. Diese können dann nicht nur das Vorhandensein eines Planeten, sondern auch schon viel über dessen Eigenschaften, wie etwa über seine Masse und die Entfernung zu seinem Stern aussagen.

Einmal fündig geworden, sollen die Daten mit Modellen verglichen und so entschieden werden, welche Ziele in weiteren Beobachtungen noch gezielter ins Visier genommen werden, um den Planetenkandidaten als tatsächlich vorhandenen Planeten zu bestätigen.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Vier VLT-Hauptetelskope und Planetensucher “ESPRESSO” zum größten optischen Teleskop kombiniert 13. Februar 2018

© grenzwissenschaft-aktuell.de