Pakal: Archäologen finden Stuck-Kopf des Maya-„Astronauten“ in Palenque

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Detailansicht des in Palenque gefundenen und in Stuck gearbeiteten Pakal-Kopfes. Copyright: inah.gob.mx

Palenque (Mexiko) – In der Ruinenstadt der einstigen Mayametropole Palenque haben mexikanische Archäologen einen in Stuck gearbeiteten Kopf von K’inich Janaab Pakal I. entdeckt, der auch als Pakal der Große bekannt und der wohl bedeutendste Herrscher von Palenque war. Pakal selbst ist vielen in Form der „Grabplatte von Palenque“ bekannt, deren Darstellung von Erich von Däniken als einer der Schlüsselindizien für außerirdische Besuche und antike Raumfahrt berühmt gemacht wurde.

Wie der Generaldirektor des mexikanischen Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH), Diego Prieto Hernandez, auf einer Pressekonferenz berichtete, wurde der lebensgroße Kopf unter den Ruinen von „El Palacio“, östlich von „Gebäude E“ gemeinsam mit zahlreichen weiteren Keramikfundstücken und Tierknochen entdeckt. Die Forscher datieren den Fund in die späte klassische Periode der Maya um 684-720 n. Chr. Pakal selbst lebte von 603 bis 683. Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich um eine Kult- bzw. Opferstätte handelte.

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Pakal selbst ist den meisten aufgrund seiner Darstellung auf der berühmten Grabplatte von Palenque bekannt, wie sie von Erich von Däniken als „Raumfahrer von Palenque“ gedeutet und berühmt gemacht wurde – eine Deutung die seither erwartungsgemäß für viel Kritik sorgte und noch immer sorgt.

Umzeichnung der Reliefdarstellung auf der “Grabplatte von Palenque”. Copyright/Quelle: Madman2001 (via WikimediaCommons), CC BY-SA 3.0

Nicht zuletzt sahen sich im Sommer 2016 Archäologen durch die Entdeckung eines unterirdischen Wassertunnels unter dem die Grabplatte beherbergenden „Tempel der Inschriften“  in ihrer klassischen Deutung der Darstellung auf der Grabplatte bestätigt, wonach diese einen durch den mit Wasser gefüllten Tunnel mit Quelle und einen in die Unterwelt der Maya einfahrenden Herrscher – und keinen raketensteuernden Pakal – zeige (…GreWi berichtete).

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