Pentagon bestätigt erstmals direkt Erforschung von UFOs

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Standbild-Ausschnitt aus einem vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten UFO-Video der Bordkamera eines Navy-Kampfjets. Copyright/Quelle: DoD (USA), ToTheStarsAcademy / New York Times

Standbild-Ausschnitt aus einem vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten UFO-Video der Bordkamera eines Navy-Kampfjets. Copyright/Quelle: DoD (USA), ToTheStarsAcademy / New York Times

Washington (USA) – Die Enthüllung des jüngsten offiziellen UFO-Forschungsprogramms des US-Verteidigungsministeriums durch die „New York Times“ sorgte im Dezember 2017 international für Aufsehen und auch für einen Paradigmenwechsel in der journalistischen Berichterstattung über das Thema „unidentifizierte Flugobjekte“. Allerdings wurde das Programm 2012 offiziell beendet. Jetzt zitiert die „New York Post“ exklusiv einen Pentagon-Sprecher nicht nur mit der erstmaligen offiziellen Bestätigung, dass das Programm „unidentifiziertere Phänomene im Luftraum“ erforscht habe, sondern dass US-Verteidigungsministerium auch seither und weiterhin UFO-Sichtungen im engeren Sinn untersucht.

Wie die „Post“ aktuell berichtet, habe der Pentagons-Sprecher Christopher Sherwood auf Anfrage der Zeitung bestätigt, dass das US-Verteidigungsministerium in der Vergangenheit aber auch nach Auslaufen des „Advanced Aerospace Threat Identification Program“ (AATIP) 2012 bis heute und weiterhin Berichte über Sichtungen unidentifizierter Phänomene im Luftraum (UAP = unidentified aerial phenomena) untersucht:

„Das Verteidigungsministerium hat die Erforschung und Untersuchung von unidentifizierten Phänomenen im Luftraum betrieben. (…) Das Verteidigungsministerium ist stets um die positive Identifizierung jeglicher Flugzeuge in unserem operativen Luftraum, als auch um die Fähigkeit zur Identifizierung von potentiellen Bedrohungen unseres Heimatlandes, bemüht“, so Sherwood.

Hierzu untersuche das Pentagon „auch weiterhin anhand der üblichen Prozedere, Berichte über Begegnungen mit unidentifizierten Fluggeräten durch US-Militärpiloten, um so die Verteidigung des Landes gegenüber strategischer Überraschungen unserer Feinde sicher zu stellen.“

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Auch wenn die Erklärung des Pentagon-Sprechers zunächst fast schon selbstverständlich oder unscheinbar klingt, handelt es sich doch tatsächlich um die erste offizielle Stellungahme, in der AATIP eindeutig nicht nur als Untersuchungsprogramm fremder (irdischer) und potentiell ebenso fortschrittlicher wie bedrohlicher Feindtechnologien beschrieben, sondern zugleich eingestanden wird, dass es im Rahmen des Programms tatsächlich auch jene Berichte und „Phänomene“  (potentiell exotischer Natur) untersucht wurden, die ganz klar dem entsprechen, was allgemein unter dem Begriff „UFO“ verstanden wird.

Auch der UFO-Geheimhaltungsexperte John Greenewald Jr., der über seine Webseite „TheBlackVault.com“ unzählige einst klassifizierte und geheime offizielle UFO-Dokumente veröffentlicht hat, bezeichnet die Wortwahl des Pentagon-Sprechers als einzigartig: „Ich bin geradezu schockiert über die Art und Weise, wie klar hier plötzlich Stellung bezogen wird – gerade weil man sich hier in der Vergangenheit bislang gewunden und wirklich sehr viel Mühe damit gemacht hatte, genau dies so deutlich eben nicht zu sagen. Vor diesem Hintergrund ist es also eine wirklich starke Aussage, weil wir nun wirkliche und offizielle Beweise haben: ‚Ja, AATIP hat sich ganz klar mit UAP-(UFO)-Fällen, -Phänomenen, und somit vermutlich mit allem, was dazu gehört, beschäftigt. (…) Immerhin sind wir damit der Wahrheit einen guten Schritt nähergekommen.“

Jetzt hofft nicht nur Greenewald, dass das Pentagon weitere Informationen, Daten und Beweise aus der Zeit von AATIP veröffentlichen wird – freiwillig oder Aufgrund von Anfragen mit Bezug auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (FoIA). …GreWi wird berichten!

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