Rancher erschießt rätselhaftes hundeartiges Tier in Montana


Der rätselhafte, hundeartige Kadaver von Denton.

Copyright: Montana Fish, Wildlife and Park, Region 4

Denton (USA) – Am 16. Mai 2018 hat ein Rancher nahe Denton im US-Bundesstaat Montana ein Tier – von dem ers sich und seine Schafe bedroht fühlte – erlegt, von dem er zunächst glaubte, es sei ein aggressiver Wolf. Bei genauerem Betrachten zeigten sich jedoch nur wenig Detailähnlichkeiten des hundeeartigen Wesens mit einem Wolf. Da auch die lokalen Tierschutzbehörden nicht wissen, um was genau es sich handelt, wurde der Kadaver nun zur DNA-Analyse überstellt.

Schon eine erste Untersuchung durch Wolfexperten die Aufsichtsbehörde für Fischerei, Wildtiere und Naturparks zeigte, dass es sich zumindest nicht um einen reinrassigen Wolf handelt.

„Bei dem Tier handelt es sich um einen nicht laktierenden, weiblichen Caniden (also ein Tier aus der Familie der Hunde, zu Füchse, Schakale, Kojoten. Wölfe und natürlich auch deren domestizierten Formen der Haushunde zählen)“, berichtet die Behörde in einem Statement und führt darin weiter aus:

Detailansicht einer der Vorderpfoten des Tieres.
Copyright: Montana Fish, Wildlife and Park, Region 4

„Das Tier wurde uns ursprünglich als Wolf gemeldet, doch mehrere unserer Wolfspezialisten
zweifeln übereinstimmend anhand der Aufnahmen, dass es sich hier um einen reinen Wolf handelt. Die Eckzähne sind hierfür zu kurz, die Vorderpfoten zu klein und the Krallen an den Vorderpfoten wiederum zu lang.“

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ HIER können Sie den täglichen kostenlosen GreWi-Newsletter bestellen +

Vor besonders in den sozialen Netzwerken kursierenden Spekulationen, dass es sich dennoch um einen Wolf, einen Wolfhybriden oder gar um ein mystisches Wesen, wie etwa einen Werwolf, einen sogenannten Dogman (eine Art hunderartiger Bigfoot) oder um ein überlebendes Exemplar der bereits seit 10.000 Jahren ausgestorben geltenden wilden Steinzeithundes „Canis dirus“ handeln könnte, nimmt die Behörde erwartungsgemäß Abstand und verweist darauf, dass man den Kadaver an das Labor der Behörde in Bozeman und Proben daraus an das U.S. Fish and Wildlife Service Laboratory in Ashland geschickt habe.


Eine weitere Ansicht des Kadavers

Copyright: Montana Fish, Wildlife and Park, Region 4

Von dortigen Untersuchungen und DNA-Analysen erhofft man sich nun eine genaue Zuordnung und Bestimmung dessen, um was es sich bei dem Tier genau handelt.

…GreWi wird weiterhin berichten.

© grenzwissenschaft-aktuell.de