Edward Snowden über Kommunikation mit Außerirdischen

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Neil deGrasse Tyson (l.) im Gespräch mit Edward Snowden.
Copyright/Quelle: Carlos Valdes-Lora / startalkradio.net

Washington (USA) – Schon seit seinen ersten Offenbarungen über das Abhörprogramm der US-Geheimdienste hoffen UFO-Enthusiasten weltweit auch auf bislang geheime Top-Secret-Informationen des US-Geheimdienst-Whistleblower Edward Snowden. Bislang hat sich Snowden selbst jedoch weder über UFOs, Außerirdische noch damit verbundener geheime Militärprojekte geäußert und ein einziges “Snowden-Dokument” mit UFO-Bezug, stellte mehr Fragen als es Antworten lieferte (…GreWi berichtete). In einem Online-Gespräch mit dem US-Astrophysiker Neil deGrasse Tyson hat sich Edward Snowden jetzt erstmals selbst über unsere Möglichkeiten der Kommunikation mit Außerirdischen und unsere Suche nach entsprechenden Signalen (SETI) geäußert – wenn auch nur hypothetisch.

Mit seinen Ausführungen lieferte Snowden in deGrasse Tysosn Webradio-Show “Star Talk” (ab Timecode 33:40) seine eigene Antwort auf das sogenannte Fermi-Paradoxon. Dieses stellt die Frage nach dem Grund, warum wir bislang noch keine Signale oder Beweise für intelligente Außerirdische gefunden haben, obwohl es diese nach unserem bisherigen Wissen, eigentlich geben müsste.

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Copyright: WikimediaCommons / CC by-SA 3.0

 

“Wenn wir verschlüsselte Kommunikation betrachten, so ist die beste Art einer solchen Verschlüsselung jene, die (eine Botschaft/Kommunikation) so erscheinen lässt, das sie gar nicht erst als solche erkannt werden kann. (…) Zumindest theoretisch sollte man eine gut verschlüsselte Botschaft nicht von zufälligem Hintergrundrauschen unterscheiden können. Denn dann kommt auch niemand auch die Idee, aus diesem Rauschen und Wirrwarr heraus eine Botschafter entschlüsseln zu wollen.”

Auf Neil de Gasse Tysons Frage, wie eine solche (perfekte Verschlüsselung) sich auf die Art und Weise auswirken könnte, wie wir mit Außerirdischen kommunizieren, führt Snowden seine Idee weiter wie folgt aus:

“Stellen wir uns zunächst einmal irgendeine technologisch entsprechend entwickelte Zivilisation (wie beispielsweise unsere eigene) vor, die bislang unverschlüsselt kommuniziert hat, dann aber entdeckt, dass es wichtig ist, diese Kommunikation zu verschlüsseln, um sich selbst zu schützen. (Anm GreWi: derartige Diskussionen werden aktuell vielfach diskutiert, wenn es um die Frage geht, ob wir Signale unserer eigenen Existenz ins All senden sollten.)

Wenn wir uns nun also eine außerirdischer Zivilisation vorstellen, die nach Signalen anderer Zivilisationen sucht, oder wir uns unsere eigene Zivilisation bei der Suche nach solchen Signalen vor Augen führen, so gibt es nur eine kleine Zeitspanne, in der Entwicklung solcher Zivilisationen, während derer ihre eigene Kommunikation ungehindert und ungeschützt (unverschlüsselt) nach außen dringt. Diese Periode markiert erwartungsgemäß die früheste, primitivste Phase ihrer technologischen Entwicklung.

(…)

Jegliche Kommunikation einer (über diese Phase hinaus) weiter entwickelten Zivilisation könnte also standardmäßig verschlüsselt sein. Obwohl wir also eigentlich eine außerirdische Fernsehsendung, ein Anruf oder interstellare Botschaften beobachten, wäre diese (verschlüsselte) Kommunikation für uns vielleicht überhaupt nicht vom kosmischen Mikrowellenhintergrundrauschen zu unterscheiden.”

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