Sonde „Hayabusa2“ landet erfolgreich auf Asteroiden Ryugu

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Künstlerische Darstellung der Landung von Hayabusa2 auf dem Asteroiden Ryugu (Illu.). Copyright: Akihiro Ikeshita / JAXA

Künstlerische Darstellung der Landung von Hayabusa2 auf dem Asteroiden Ryugu (Illu.).
Copyright: Akihiro Ikeshita / JAXA

Tokyo (Japan) – Die japanische Raumfahrtagentur JAXA hat die erfolgreiche Landung ihrer Sonde „Hayabusa2“ auf dem erdnahen Asteroiden Ryugu bekannt gegeben. Diese soll Bodenproben entnehmen und zurück zur Erde bringen. Wissenschaftler erhoffen sich davon auch Aufschlüsse über die Entstehung und Evolution des Sonnensystems und des Lebens.

Aufnahme der Asteroidenoberfläche kurz vor der Landung. Copyright: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu, AIST.

Aufnahme der Asteroidenoberfläche kurz vor der Landung.
Copyright: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu, AIST.

„Um mehr über die Entstehung und Evolution unseres Sonnensystems zu erfahren, müssen wir besonders Asteroiden der Typen S, C und D untersuchen“, erläutert die JAXA. Zuvor hatte die Vorgängersonde „Hayabusa“, den S-Asteroidem „Ithokawa“ besucht und beprobt. Bei „Ryugu“ handelt es sich nun jedoch um einen noch urzeitlicheren Asteroiden vom Typ-C, auf dem die Wissenschaftler mehr organische Stoffe und hydrierte Mineralien vermuten.

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Laut einer der gängigen Theorien über die Herkunft zahlreicher für die Entstehung des Lebens notwendiger Mineralien sowie des Wassers auf der Erde, gelangten diese unter anderem mit derartigen Asteroiden auf die Erde, wie sie aus der frühen Entstehungszeit des Sonnensystems selbst stammen. Ein Vergleich der Materialien des Asteroiden mit jenen, wie sie auf der Erde zu finden sind, soll dabei helfen, diese Theorie zu überprüfen.

Nachdem „Der Falke 2“ (so in etwa die deutsche Übersetzung von „Hayabusa2“) zuvor schon mehrere Lander auf dem rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden abgesetzt hatte (…Grewi berichtete, siehe Links u.) setzte die Sonde mit einer Art Stutzen auf dessen Oberfläche auf, innerhalb dessen sie mit Hilfe eines Projektils Fragmente aus der Oberfläche heraussprengt, die dann über den Stutzen aufgenommen werden und gemeinsam mit der Sonde 2020 auf der Erde zurückerwartet werden.

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