SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will sich um deutsche UFO-Akten bemühen


Martin Schulz

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Berlin (Deutschland) – Sollte er zum nächsten Kanzler der Bundesrepublik gewählt werden, dann werde er sich um die Veröffentlichung etwaig vorhandener, noch geheimer bundesdeutscher UFO-Akten bemühen. So zumindest versicherte es der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf der gestrigen “Bundesleserkonferenz”.

Eingereicht hatte die “UFO-Frage” zuvor Robert Fleischer von “Exopolitik Deutschland”. Darin erkundigte sich Fleischer, wie Schulz gedenke, mit etwaig vorhandenen deutschen UFO-Akten umzugehen, nachdem bereits in 21 Ländern ehemals geheime UFO-Akten öffentlich gemacht wurden (…GreWi berichtete).

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UFOs über Europa

In seiner persönlichen Anfrage gegenüber Schulz unterstrich Fleischer, dass es ihm nicht um Schulz’ persönliche Meinung über UFOs gehe, sondern nur darum, wie dieser als möglicher Kanzler mit etwaigen noch geheimen bundesdeutschen UFO-Akten umgehen wolle, nachdem bereits 21 andere Länder (Anm. GreWi: darunter zahlreiche Nachbarländer und Bündnispartner der BRD) genau solche Akten bereits freigegeben haben. Hierzu bot Fleischer zudem eine umfangreiche Dokumentation an.

Den Versuch anderer Anwesender die Frage beklatschend zu überlachen (s. Video), wies Schulz mit ebenso deutlicher wie glaubwürdiger Ernsthaftig- und Überlegtheit von sich:

“Ich muss bekennen, ich habe mich mit dem Thema noch nicht befasst.”

Auch den Zwischenruf aus dem Publikum: “Das ist auch nicht möglich!” wies Schulz mit deutlicher Gestik und Mimik ablehnend von sich, blieb ernsthaft beim Thema und mit fragendem Blick zu Fleischer gewandt, woraufhin dieser kurz erläuterte, dass beispielsweise in Frankreich UFOs von einer staatlichen Forschungsbehörde (sie sog. GEIPAN) erforscht werden.

Abermals auf ein weiteres Lachen aus dem Publikum reagierend, wandte sich Schulz erneut sachlich Fleischer zu und versicherte:
“Nein, nein Moment mal. Ich versuche Ihnen, wie ich hoffe, eine richtige einwandfreie Antwort zu geben:

Wenn diese Akten nicht veröffentlicht werden, weil sie einer bestimmten Klassifizierung unterworfen werden – als geheim – dann kann ich Ihnen jetzt nicht versprechen, ohne die gesetzlichen Rahmenbedingungen diese zu veröffentlichen, denn ein Bundeskanzler der Bundesrepublik ist an die gesetzlichen Vorgaben gebunden.

 

Ich kann Ihnen aber zusagen, ich werde prüfen, was sind die Voraussetzungen, warum sind sie (die UFO-Akten) als geheim klassifiziert. Und wenn es keiner weiteren Geheimhaltung in diesem Bereich bedarf, dann würde ich dem deutschen Bundestag vorschlagen, sie zu veröffentlichen.”

Tatsächlich wäre es ein absolutes Novum in der bundesdeutschen Politik, wenn sich ein Bundeskanzler selbst nach der etwaigen Existenz noch immer geheimer bundesdeutscher UFO-Akten und deren Status erkundigen und sich um eine Veröffentlichung bemühen würde.

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Zumindest bislang ist die offizielle Sprachregelung sämtlicher angefragter Vertreter von Bundesregierung und Militär jene, dass es solche Akten oder ein offizielles Forschungsinteresse zu unidentifizierten Flugobjekten (UFOs) in Deutschland nicht gab und nicht gibt.

Die Faktenlage zeichnet allerdings ein ganz anderes Bild der Situation, bis hin zu offiziellen UFO-Akten des Bundesnachrichtendienstes (BND) über Sichtungen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze (BRD-DDR), wie sie Grenzwissenschaft-Aktuell 2014 erstmals exklusiv veröffentlichen konnte.

+ Das GreWi-Dossier zum Umgang von Bundesregierungen und Militärs mit UFO-Sichtungen und von UFO-Forschern und Journalisten veröffentlichten Aktenbeständen finden Sie HIER +

Nicht nur vor diesem Hintergrund darf man also auf den Ausgang der bevorstehenden Bundestagswahl gespannt sein. GreWi wird natürlich weiterhin berichten…

– Den Exopolitik-Bericht über Schulz vor der Bundesleserkonferenz finden Sie HIER

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