Studie der Universität Fairbanks zu 9/11: „Feuer führten nicht zum Einsturz von World Trade Center 7“

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Bildfolge des Einsturzes von Gebäude 7 des World Trade Centers am 11. September 2001. Copyright: unbek.

Bildfolge des Einsturzes von Gebäude 7 des World Trade Centers am 11. September 2001.
Copyright: unbek.

Fairbanks (USA) – Eine aktuelle Studie US-amerikanischer und chinesischer Ingenieure kommt zu dem Schluss, dass das „Gebäude 7“ des World Trade Centers (WTC 7) nicht – wie vom Abschlussbericht der offiziellen Untersuchungskommission (NIST) zu den Anschlägen vom 11. September 2001 erklärt – durch darin ausgebrochene Feuer, sondern durch das „nahezu simultane Versagen sämtlicher Stützpfeiler des Gebäudes“ zum Einsturz kam.

Zuvor kam die offizielle Untersuchungskommission des „National Institute of Standards and Technology“ (NIST) in ihrem „Final Report“ zum „World Trade Center Distaster“ 2005/08 zu dem Schluss, dass das Gebäude „WTC 7“ alleine durch darin ausgebrochene Feuer eingestürzt war, wie es das folgende Video der dem US-Handelsministerium unterstellten Regierungsbehörde von 2009 erläutert…

Damit wäre das 186 Meter hohe WTC 7 das erste Hochhaus weltweit und überhaupt, dass alleine durch Feuer zum vollständigen Einsturz gebracht wurde. Ausgelöst wurden die besagten Brände durch Trümmer in Folge der Anschläge auf die benachbarten Zwillingstürme des World Trade Centers.

Hintergrund: New Yorker Feuerwehrdistrikt forder Neuuntersuchung von 9/11
Neben der Organisation „Architects & Engineers for 9/11 Truth“, die die aktuelle Studie in Auftrag gegeben hatte, setzt sich seit kurzem mit der Leitung des Franklin Square and Munson Fire District erstmals eine einer US-Verwaltungsbehörde unterstelle Organisation für eine Neuuntersuchung der Ursachen der katastrophalen Gebäudeeinstürze in Folge der Anschläge von 9/11 ein und unterzeichnete am 24. Juli 2019 einstimmig eine entsprechende Resolution. Ziel dieses Schrittes sei es, auch alle anderen New Yorker Feuerwehren zur Unterstützung der Resolution zu bewegen.

Die Kommissionsvorsitzenden des “Franklin Square and Munson Fire District”. Copyright/Quelle: ae911truth.org

Die Kommissionsvorsitzenden des “Franklin Square and Munson Fire District”.
Copyright/Quelle: ae911truth.org

– Ein ausführliches Interview mit dem New Yorker Fire Commissioner Christopher Gioia zur 9/11-Resolution finden Sie HIER

In ihrer aktuell auf der Webseite der Universität Fairbanks veröffentlichten, mehr als 110-seitgen Studie kommen Dr. J. Leroy Hulsey vom Institute of Northern Engineering an der University of Alaska Fairbanks, der Bau- und Brückeningenieur Dr. Zhili Quan vom South Carolina Department of Transportation und Prof. Dr. Feng Xiao vom Department of Civil Engineering von der chinesischen Nanjing University of Science and Technology nun allerdings zu einer gänzlich anderen Bewertung der Einsturzursache von WTC 7 und schreiben:

„Unser Bericht stellt die Entdeckungen und Schlussfolgerungen einer vierjährigen Studie über den Kollaps von WTC 7 dar, einem 47 Stockwerke hohen Gebäude, dass um 17:20 am 11. September 2001 in Folge der furchtbaren Ereignisse dieses Morgens vollständig einstürzte.

Die Ziele der Studie waren dreierlei: 1) Die Untersuchung der strukturellen Reaktion von WTC 7 auf Brandlasten, die am 11. September 2001 aufgetreten sein könnten; 2) Der Ausschluss von Szenarien, die den beobachteten Zusammenbruch nicht hätten verursachen können; und 3) Die Identifizierung von Fehlerstellen und ihrer Positionen im Gebäude, die dann möglicherweise zu dem beobachteten vollständigen Zusammenbruch geführt haben.“

Als Hauptschlussfolgerung der Studie kommen die Wissenschaftler und Ingenieure zu der Aussage, „dass im Gegensatz zu den früheren Schlussfolgerungen von NIST und privaten Ingenieurbüros, Feuer nicht zum Zusammenbruch von WTC 7 am 11. September 2001 geführt haben“ und ergänzen: „Die sekundäre Schlussfolgerung unserer Studie ist die, dass der Zusammenbruch von WTC 7 durch ein umfassendes und nahezu gleichzeitiges Versagen nahezu aller Säulen und Stützpfeiler im Gebäude herbeigeführt wurde.“

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Diese Schlussfolgerung, so erläutern die Autoren an spätere Stelle weiter, „basiert in erster Linie auf der Feststellung, dass dem gleichzeitigen Versagen aller Kernstützen über 8 Stockwerke, 1,3 Sekunden später das gleichzeitige Versagen aller äußeren Stützen über 8 Stockwerke folgte, wie dies anhand von Videoaufzeichnungen des Einsturzes zu sehen ist. Die Anzahl der von uns simulierten Fehler führte zu dem beobachteten Verhalten. Zwar können wir die Möglichkeit, dass auch ein alternatives Szenario den beobachteten Zusammenbruch verursacht hat, nicht vollständig ausschließen, doch der nahezu gleichzeitige Nachgeben jedes Stützpfeilers ist das einzige von uns identifizierte Szenario, das den beobachtete Vorgang erzeugen konnte.“

Abschließend erklärt die Studie:
“Obwohl wir unterschiedliche hypothetische Szenarien simuliert haben, war es uns nicht möglich, einen Ablauf zu identifizieren, der das beschriebene Nachgeben sämtlicher Stützpfeiler und -säulen (innerhalb von WTC 7) am 11. September 2001 und damit den vollständigen Einsturz des Gebäudes erklären könnte, ganz abgesehen vom beobachteten nahezu lotgenauen freien Fall des gesamten Gebäudes innerhalb von lediglich 2,5 Sekunden unter minimalsten äußerlichen Differentialbewegungen.“

Ansicht von WTC 7 kurz vor des Kollaps am 11. Sepetmber 2001. Quelle: NYPD

Ansicht von WTC 7 kurz vor des Kollaps am 11. Sepetmber 2001.
Quelle: NYPD

Ohne dies mit auch nur einem Gedanken, Wort oder Verweis anzudeuten, geschweige denn auszusprechen, stützt die Studie damit die Theorie ihrer Auftraggeber, der Organisation „Architects & Engineers for 9/11 Truth“, deren Mitglieder an den offiziellen Ergebnissen des NIST-Reports und anderer Untersuchungen zweifelt und Beweise für eine kontrollierte Sprengung in Folge bzw. einhergehend mit den Flugzeugangriffen vom 11. September 2001 sieht. Während die Organisation selbst erklärt, dass in ihr mehr als 3.000 Architekten und Ingenieure die offiziellen Erklärungen zu den Einstürzen on 9/11 kritisch hinterfragen und teilweise sogar von gezielten Sprengungen der Gebäude ausgehen, steht „Architects & Engineers for 9/11 Truth“ auch immer wieder im Kreuzfeuer der gesamten 9/11-Kontroverse und wird von ihren Kritikern und Gegner schlichtweg als Werkzeug von Verschwörungstheorien abgetan.

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“9/11 war kontrollierte Sprengung” – Physiker, Luftfahrtingenieure und Architekten veröffentlichen kritischen Artikel in führender Physik-Fachzeitschrift 5. September 2016
9/11: Studie findet Hinweise auf Sprengstoffe in Staub des World Trade Centers 8. April 2009

Quelle: University of Alaska Fairbanks, Architects & Engineers for 9/11 Truth

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