Studie hegt Zweifel an einst lebensfreundlicher Venus

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Radaraufnahme der Venusoberfläche durch die Magellan-Sonde mit dem Ovda-Fluctus-Lavafluss, aufgenommen von der Magellan-Sonde. Copyright: NASA

Radaraufnahme der Venusoberfläche durch die Magellan-Sonde mit dem Ovda-Fluctus-Lavafluss, aufgenommen von der Magellan-Sonde.
Copyright: NASA

Ashland (USA) – Eine neue Analyse des Ovda Fluctus-Lavastroms auf der Venus zeigt, dass dieser aus Basaltlava besteht. Dieser Umstand schwächt die Vorstellung, dass die Venus einst einen urzeitlichen Ozean aus flüssigem Wasser besaß und damit erdähnlich und lebensfreundliche gewesen sein könnte.

Frühere Studien deuteten darauf hin, dass die frühe Venus aufgrund der Chemie ihrer Atmosphäre und der Präsenz von Hochländern einst warm und feucht war. Es wurde angenommen, dass diese Hochländer, wie die Kontinente der Erde, aus granitischem Gestein bestehen, für deren Entstehung Wasserozeane erforderlich waren.

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Wie das Team aus Wissenschaftlern des Lunar and Planetary Institute (LPI) um Frank Wroblewski vom Northland College und Dr. Allan Treiman von der Universities Space Research Association (USRA) aktuell im „Journal of Geophysical Research: Planets“ (DOI: 10.1029/2019JE006039) berichten, haben sie Magellan-Radardaten des Ovda-Fluctus-Lavastroms analysiert und schlussfolgern, dass dieser nicht aus Granit sondern aus Basaltlava besteht. Basaltgestein kann nun jedoch mit oder ohne Wasser entstehen. Dieser Umstand stelle nun die Vorstellung von der eins potentiell lebensfreundlichen – weil erdähnlichen –  Venus in Frage und habe möglicherweise signifikante Auswirkungen auf die Evolutionsgeschichte der Venus.

Nahaufnahme der Radaraufnahme des Ovda-Regio-Lavaflusses auf der Venus. Copyright: NASA

Nahaufnahme der Radaraufnahme des Ovda-Regio-Lavaflusses auf der Venus.
Copyright: NASA

“Wir wissen so wenig über die Oberfläche der Venus”, kommentiert Treiman abschließend. „Wenn die Ovda-Regio-Hochländer und die sonstige Venus größtenteils aus Basaltgestein bestehen, wurden sie wahrscheinlich von inneren Kräften in ihre Höhe gedrückt, möglicherweise wie Berge, die aus der Plattentektonik auf der Erde resultieren.”

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Quelle: Universities Space Research Association

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