Umfrage-Teilnehmer gesucht: Schlafparalyse – eine ungewöhnliche Erfahrung zwischen Schlafen, Träumen und Wachen


Symbolbild: Das Gemälde Der Nachtmahr von Johann Heinrich Füssli (1781) zeigt typische Merkmalen der Schlafparalyse wie Belastung der Atmung, Schlaffheit der Muskeln und Halluzinationen.
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Freiburg (Deutschland) – Freiburger Forscher vom Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) suchen derzeit Teilnehmer für eine Online-Umfrage zum Phänomen der sog. Schlafparalyse. Wenn auch Sie diese Erfahrung zwischen Schlafen, Traum und Wachzustand schon erlebt haben, finden Sie hier weitere Informationen zur Umfrage.

Vielleicht haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie sich beim Einschlafen oder Aufwachen nicht bewegen konnten, als ob Sie gelähmt wären. Dieses Erleben ist nicht so außergewöhnlich, wie man vielleicht annehmen könnte. Berichte darüber gibt es seit der Antike und aus allen Kulturen der Erde.

Das hier geschilderte Phänomen ist eine Schlaflähmung oder Schlafparalyse (SP). Manchmal hat man dabei auch das Gefühl, als würde man Stimmen hören, als ob jemand im Raum wäre oder ähnliche merkwürdige Wahrnehmungen – es folgen oft Angst- und Panikzustände, weshalb die Erfahrung deshalb meist als unangenehm empfunden wird. Allerdings gibt es auch positiv erlebte SP-Erfahrungen.

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Tatsächlich wurde und wird die Schlafparalyse auch schon als rationale Erklärung für so manches anomalistische und grenzwissenschaftliche Phänomen diskutiert – von Spuk über Nahtoderlebnisse bis hin zu Entführungen durch Außerirdische.

Obwohl es inzwischen einige wissenschaftliche Untersuchungen zur Schlafparalyse gibt, fehlen solche im deutschsprachigen Raum. Mit ihrem Online-Fragebogen wenden sich die Freiburger Wissenschaftler des IGPP an Personen, die schon mindestens eine SP-Episode erlebt haben.

„Damit soll ein genaues Bild davon gewonnen werden, wie diese eindrucksvollen und vielschichtigen Erfahrungen erlebt werden, welchen Einfluss sie auf Ihr Leben haben, und wie Sie selbst die Phänomene verstehen“, erläutern der Psychologe Gerhard Mayer und der Religions- und Kulturwissenschaftler Max Fuhrmann und führen dazu weiter aus: „Außerdem wollen wir Informationen darüber bekommen, wie SP-Erfahrungen mit anderen Erfahrungen und auch bestimmten Formen des Wahrnehmens und Glaubensüberzeugungen zusammenhängen. Wir beschäftigen uns als Wissenschaftler schon lange mit außergewöhnlichen Erfahrungen von Menschen und haben einen Überblicksaufsatz zur Schlafparalyse veröffentlicht.“

– Falls Sie also schon mindestens einmal eine SP-Erfahrung gemacht haben und das IGPP-Forschungsprojekt unterstützen wollen, finden Sie HIER den Fragebogen gemeinsam mit weiteren Informationen zum Projekt.

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Incubus-Phänomen: Meta-Analyse untersucht “dämonische Schlafparalyse” 22. Dezember 2017

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