US Air Force warnt offiziell vor Stürmung der “Area 51”

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Satellitenaufnahme des Groom-Lake-Salzsee mitsamt dem Luftwaffenübungsgelände Nellis Range, die auch die „Area 51“ beiheimatet. Copyright: NASA/Gemeinfrei

Satellitenaufnahme des Groom-Lake-Salzsee mitsamt dem Luftwaffenübungsgelände Nellis Range, die auch die „Area 51“ beiheimatet.
Copyright: NASA/Gemeinfrei

Washington (USA) – In Folge einer weltweiten Medienberichterstattung zeigen mittlerweile mehr als eine Million Internetnutzer Interesse an einer Gag-Veranstaltung, die via Facebook zum “Sturm auf die (legendenumwobene) Area 51“ aufruft. 1,2 Millionen haben ihre Teilnahme sogar bereits zugesagt. Auch wenn stark bezweifelt werden darf, dass diese Zusagen ernst gemeint sind (…GreWi berichtete), hat die US Air Force nun vor derartigen Plänen eindringlich gewarnt.

Hintergrund
Eine zunächst vermutlich eher als Gag via Facebook verbreitetes Event mit dem Titel “Storm Area 51, They Can’t Stop Us All” (einer der Ersteller der Veranstaltung nennt sich selbst bezeichnend „Shitposting cause im in shambles“) ruft buchstäblich zum „Sturm auf die Area 51“ auf und versichert im Titel der Veranstaltung zugleich, dass schließlich „Niemand uns alle stoppen kann“.

Hierzu wollen sich die Teilnehmer am frühen Morgen des 20. September 2019 am „Area 51 Alien Center“, einem zur Touristenattraktion avancierten Restaurant im der Area 51 nahegelegenen Amargosa Valley treffen, um offenbar erst dann das weitere Vorgehen auf ihrer Suche nach UFOs und Aliens zu koordinieren (ein weiterer Hinweis auf die wohl kaum ernst gemeinte Absicht der „Veranstalter“?). (…Grewi berichtete)

Auf Anfrage der “Washington Post” hat nun die Sprecherin der U.S. Air Force, Laura McAndrews offiziell erklärt, dass auch die offiziellen Stellen über die Aktion informiert seien. Auf die Frage, wie die Behörden auf eventuelle Teilnehmer der Aktion an oder gar hinter den Grenzen des militärischen Sperrgebiets reagieren würden, erklärte sie, man wolle spezielle Pläne oder Sicherheitsmaßnahmen der Militärbasis nicht öffentlich erläutern, warnte jedoch vor jeglichen derartigen Versuch: „Es handelt sich um ein Trainingsgelände der U.S. Air Force und wir würden jedem davon abraten, auf ein Gelände einzudringen, auf dem wir bewaffnete amerikanische Einheiten ausbilden.“ Die U.S. Air Force sei “jederzeit bereit, Amerika und seine Einrichtungen zu schützen.“

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Tatsächlich trugen die US-Regierung und Militärs aber jahrzehntelang zur Mythenbildung rund um die “Area 51“ selbst bei, in dem die Existenz der Anlage schlichtweg geleugnet wurde. Erst 2013 bestätigten veröffentlichte CIA-Dokumente (von 1967) die Existenz der lediglich als Flugzeug-Testanlage ausgewiesenen Einrichtung. In Folge dieser Veröffentlichung erklärte das US-Verteidigungsministerium zwar, dass „Area 51“ keine offizielle Bezeichnung, diese allerdings Teil der Nellis Range sei und damit als Testgebiet für Technologien und Waffensysteme sowie Trainingsbereich für die Effektivität der US-Streitkräfte und die Sicherheit der Vereinigten Staaten zuständig sei. Es wurde zudem bestätigt, dass bestimmte gegenwärtige und vergangene Aktivitäten Verschlusssache seien und nicht veröffentlicht werden können.

Ebensolang wie offizielle Stellen die Existenz der immer schon gut bewachten Einrichtung dementierten, gibt es bereits Gerüchte darüber, dass auf der auch als „Dreamland“ bezeichneten Basis nicht nur irdische, sondern auch außerirdische Flugkörper getestet werden. Zahlreiche Beobachtungen von Flugkörpern mit exotischen Flugeigenschaften und Legenden rund um hierher gebrachte und untersuchte Wracks abgestürzter UFOs halten bis heute das Interesse und die Faszination an der „Area 51“ am Leben, obwohl selbst UFO-Enthusiasten mittlerweile davon ausgehen, dass derartige Vorgänge – sollten sie je stattgefunden haben – aufgrund der wachsenden Popularität von „Dreamland“ schon lange an anderer Orte verlagert wurden.

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