US-Flugaufsicht streitet ab, UFOs zu untersuchen – veröffentlicht aber Datenbank zu UFO-Sichtungen

Symbolbild: Zivilmaschine und Flugsicherheit orten UFO (Illu.). Copyright/Quelle: TheBlackVault.com
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Symbolbild: Zivilmaschine und Flugsicherheit orten UFO (Illu.). Copyright/Quelle: TheBlackVault.com

Symbolbild: Zivilmaschine und Flugsicherheit orten UFO (Illu.).
Copyright/Quelle: TheBlackVault.com

Washington (USA) – Während sich die zivile US-Flugaufsicht „FAA“ in Sachen UFO-Sichtungen durch zivile Piloten ebenso unbedarft wie uninteressiert zeigt, hat der US-amerikanische UFO-Forscher und Experte für die Freigabe einst geheimer Regierungs- und Militärsakten, John Greenewald Jr., eine ganze Datenbank der „Federal Aviation Administration“ ausfindig gemacht, die dieser Position widerspricht und zahlreiche UFO-Begegnungen ziviler Piloten noch bis März 2019 auflistet.

– Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um eine von Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) erstellte Übersetzung des englischsprachigen Originalartikels von John Greenewald Jr. mit dem Titel „FAA Denies Tracking UFOs; Publishes Database Containing UFO Sightings“, der erstmals am 11. Dezember 2019 auf TheBlackVault.com veröffentlicht wurde. GreWi bedankt sich bei dem Autor für dessen freundliche Genehmigung zur Übersetzung.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Eingeständnisse der U.S. Navy, dass man Begegnungen der eigenen Piloten mit „unidentifizierten Phänomenen im Luftraum“ (UPAs) untersuche (wie sie der Öffentlichkeit besser als „unidentifizierte Flugobjekte“ – also UFOs – bekannt sind), hat „TheBlackVault.com“ sich darum bemüht, auch die Identifikations- und Meldeprozedere zu ermitteln, mit denen auch Piloten kommerzieller Flugzeuge solche Sichtungen melden und hierfür bei der zivilien US-Flugaufsicht, der „Federal Aviation Administration“ (FAA), angefragt.

Die Antwort der FAA:
„Die FAA verfolgt und ortet keine UFOs. Bitte kontaktieren sie das (private) National UFO Reporting Center (NUFORC).”

Zugleich hat TheBlackVault.com aber eine von der FAA selbst erstellte Datenbank ausfindig gemacht, die zahlreiche UFO-Begegnungen ziviler Piloten beinhaltet – und das noch bis März 2019.

„UFO gemeldet… (das sich) mit gleichbleibender Beleuchtung von Westen nach Osten knapp über dem Horizont bewegt. (…) Es bewegt sich schnell… nach 5 Minuten wieder verschwunden“, lautet ein Bericht zu einer Sichtung nahe Washington, D.C.

Eine andere: „A320 berichtet, beim Rollen ein UFO zu ihrer rechten Seite gesehen zu haben“, erläutert wiederum ein anderer Bericht aus Punto Gorda, Florida.

Zusätzlich zu diesen Beispielen finden sich in den Berichten mehr als 260 Referenzen zu „unidentifizierten“ Objekten, Flugzeugen und Helikoptern. Die Fälle sind in einer von der FAA erstellten Datenbank zu Sichtungen von „unbemannten Luftfahrtsystemen“ (Unmanned Aviation System) kurz: UAS, was allgemein als Bezeichnung für ein Dronen-System verwendet wird, das aus einem Flugzeug und einem Piloten am Boden besteht.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ HIER können Sie den täglichen kostenlosen GreWi-Newsletter bestellen +

Auch wenn sicher die meisten dieser Begegnungen tatsächlich einfach als Dronen identifiziert werden können, die in oder über eigentlich gesperrtem Gebiet operierten, bezeichnen andere derartige Vorfälle als UFOs, von denen die FAA schlichtweg abstreitet, die zu orten, zu verfolgen oder aufzuzeichnen.

Vor diesem Hintergrund hat “TheBlackvault.com” die FAA kontaktiert, um diese Frage zu erläutern. Hierzu schreibt die FAA:

„Die Informationen, die sich in besagter Sichtungs-Datenbank befinden, bekommen wir von zahlreichen unterschiedlichen Quellen, u.a. von zivilen Privatpersonen, Polizeibeamten, Piloten und Mitarbeitern der Flugverkehrskontrolle. (…) Nicht alle dieser Sichtungen sind Flugzeugen oder Dronen. Oft sind die Berichte nicht genau genug, um eine Unterscheidung treffen zu können, weshalb es sich auch um andere Objekte handeln könnte (beispielsweise Partyballons oder Plastiktüten).“

Die Verordnung „JO 7110.65Y“ der FAA zu UFO-Sichtungen durch zivile Melder. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen. Copyright: FAA

Die Verordnung „JO 7110.65Y“ der FAA zu UFO-Sichtungen durch zivile Melder. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Copyright: FAA

Fluglotsen, die gemäß der FAA-Richtlinie arbeiten, halten sich an die Verordnung „JO 7110.65Y“. Dieses Dokument beinhaltet lediglich einen kurzen Abschnitt zu UFOs (s. Abb. l.). Darin heißt es: „Personen, die UFO-/unerklärliche Phänomene melden möchten, sollten sich an das „National UFO Reporting Center. (…) Wenn Bedenken geäußert werden, dass Leben oder Eigentum gefährdet sein könnten, melden Sie die Aktivität der örtlichen Strafverfolgungsbehörde.”

Durchschnittlich werden jedes Jahr mehr als 16.100.000 Flüge von der Federal Aviation Administration (FAA) abgewickelt. Das sind mehr als 44.000 Flüge pro Tag und in Spitzenzeiten befinden sich mehr als 5.000 Flugzeuge gleichzeitig am Himmel. Jeder Flug wird sorgfältig mit Ruf- und Kennzeichen verfolgt und auf dem Radar markiert. Aufgrund dieser Zahlen hat die Flugsicherheit für die FAA oberste Priorität, weshalb heutzutags kommerzielle Drohnen am schon überfüllten Himmel ein wachsendes Problem darstellen.

Wenn es aber tatsächlich UFOs unbekannter Herkunft gibt, die den Himmel durchqueren, stellt sich die Frage, warum die Regierungsbehörde, die doch ein überragendes Interesse an der Flugsicherheit hat, hier offenbar keine Bedenken hat, und nicht jeden Fall untersucht?

Das obig nur in Auszügen zitierte FAA-Statements im vollständigen Original:
We receive the information you see in the sightings database from numerous sources such as the general public, law enforcement, pilots and air traffic control. Not all sightings reported are aircraft or drones. Many times, the reports are not descriptive enough to make a determination and could be other objects (e.g. Mylar balloons or plastic bags).

The FAA does outreach through the Know Before You Fly (knowbeforeyoufly.org) and No Drone Zone campaigns, making drone operators and the public aware of where drones can and cannot fly. We distributed public service videos to airports nationwide to amplify our UAS safety messages. And, the FAA partnered with Kittyhawk on a new and improved B4UFLY smartphone app (http://www.faa.gov/uas/b4ufly/) which answers very basic safety questions about where it is safe and legal to fly an unmanned aircraft.

Aircraft not visibly displaying a registration number or N# should be reported to the local Flight Standards District Office. See the bottom of the page, second bullet, at: https://www.faa.gov/about/office_org/headquarters_offices/aae/programs_services/faa_hotlines/ This link can also be accessed through our contact link at: https://www.faa.gov/contact/.

Anyone who observes a UAS being operated in a manner that interferes with manned aircraft flight, a drone operation that appears dangerous, or is being used to commit a crime should contact their local law enforcement agency. This helps the FAA and your local law enforcement discourage dangerous, illegal activity involving drones. Unauthorized drone operators may be subject to stiff fines and criminal charges, including possible jail time. You may also report drone sightings to the nearest local FAA office (http://www.faa.gov/about/office_org/field_offices/fsdo/).

…lesen Sie auch das GreWi-DOSSIER:
Über den Umgang mit UFO-Sichtungen und offiziellen UFO-Akten in Deutschland und Europa

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
AATIP: Pentagon korrigiert bisherige Aussagen zu “geheimem UFO-Programm” 6. Dezember 2019
US-Navy beantwortet umfangreichen Fragekatalog von UFO-Forschern über UFOs und UAPs 23. September 2019

Quelle: TheBlackVault.com

© grenzwissenschaft-aktuell.de