Vortrag in Saarbrücken: Die “Gedankenfotografien” des Ted Serios


Ted Serios bei einem seiner Gedankenfotografie-Experimente

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Saarbrücken (Deutschland) – In den 1960er Jahren sorgte der US-Amerikaner Ted Serios mit seiner Behauptung für Aufsehen, er könne mittels psychischer Energie Gedanken auf Polaroidfotos abbilden. Trotz umfangreicher Untersuchungen und Experimenten, bei denen eine Unmenge an sog. Gedankenfotografien entstanden, konnten Serios’ Behauptung wissenschaftlich weder bestätigt noch eindeutig widerlegt werden. Auf einem Vortrag an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, referiert der Filmemacher Romeo Grünfelder unter dem Titel “Ted Serios, das ‘vermutlich bestuntersuchte Medium der Parapsychologie'”. Grünfelder ist Herausgeber des Buches “Ted Serios – Serien”, das das Standardwerk des Psychiaters Jule Eisenbud, “Gedankenfotografie” von 1975 um bislang unveröffentlichte Polaroids ausgewählter Serien ergänzt. Grenzwissenschaft-Aktuell verlost ein Exemplar von Grünfelders Buch.

Theodore (Ted) Judd Serios arbeitete zunächst als Hotelpage in Chicago, als er für seine Produktion von “Gedankenfotografien” auf Polaroidfilm im Laufe der 1960er Jahre bekannt wurde. Serios selbst behauptete, Grundlage seien allein seine psychischen Kräfte, was Fotografen und Skeptiker seither zu widerlegen versuchen. Obwohl verschiedenste Skeptiker Mittel und Wege gefunden haben wollen, die “Gedankenfotos” mittels Taschenspielertricks zu reproduzieren (s. Video), starb Serios mit 88 Jahren am 30. Dezember 2006 in Chicago –  ohne, das ihm je direkt ein derartiger Schwindel nachgewiesen werden konnte.

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Der Teilnahmeschluss für diese Verlosung (Ted Serios – Serien) ist der kommende Samstag, 15. Mai 2017, 22:00 Uhr. Die Gewinner werden von mir benachrichtigt.

Untersucht wurde Serios hauptsächlich von dem Psychiater und Parapsychologen Jule Eisenbud, der Im Jahr 1950 als außerordentlicher klinischer Professor für Psychiatrie an die Universität von Colorado Medical School nach Denver wechselte. Eisenbud widmete sich während seines Werdegangs den Forschungsgebieten der Psychiatrie, Psychoanalyse, Anthropologie und Hypnose. Er war einer der Ersten, der Gedankenübertragung und andere PSI-Fähigkeiten als Kommunikationsmittel erkannt und sie als wesentliche Faktoren in die Psychoanalyse einbezogen hat. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch “The World of Ted Serios” (New York 1967; 1975 unter dem Titel “Gedankenfotografie” in deutsch erschienen) in dem er seine Forschungsergebnisse zu Ted Serios zusammenfasste.


Beispiele für Serios’ “Thoutographs’.

Der Vortrag am 16. Mai 2017 um 19 Uhr in der Aula (Keplerstraße 3-5, 66117 Saarbrücken) findet im Rahmen der Vortragsreihe “Link” an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (in deren in der Aula, Keplerstraße 3-5, 66117 Saarbrücken) statt, in der namhafte Per­sön­lich­kei­ten aus den Be­rei­chen Me­di­en, Kunst und De­sign ak­tu­el­le und spannende The­men, Ent­wick­lun­gen und Projek­te aus ihrem Be­rufs­feld vorstellen.

Romeo Grünfelder (Hrsg.): “Ted Serios – Serien“
Textem Verlag, 564 Seiten mit 352 Abbildungen, Klappenumschlag, ISBN 978-3-941613-46-1; Preis: 38,- Euro

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