Zurückgehaltene britische UFO-Akten belegen: Engländer wollten UFO erbeuten


Symbolbild: Geheime Akten des Ministry of Defence (Illu.).

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London (Großbritannien) – Obwohl das britische Verteidigungsministerium (Ministry of Defence, MoD) nach eigenen Angaben offiziell bereits alle UFO-Akten veröffentlicht haben sollte, sind immer noch drei Akten weiterhin unter Verschluss. Der die Veröffentlichung der UFO-Akten des MoD begleitende Historiker Dr. David Clarke hat bereits jetzt Einsicht in diese noch ausstehenden mehr als 2.000 Seiten starken UFO-Akten und berichtet nun von den Bemühungen der Briten noch vor potentiellen Gegnern in den Besitz eines UFOs zu gelangen, um mit Hilfe dessen fremder Technologie überlegene Waffensysteme ableiten und entwickeln zu können.

Wie Dr. David Clarke von der Sheffield Hallam University gegenüber britischen Medien (darunter der „Times“ und der „Sun“) berichtete, gab es in Großbritannien zwei offizielle UFO-Büros: „Das öffentliche UFO-Büro wurde nur dafür eingerichtet, um Berichte über UFO-Sichtungen zu sammeln. Die eigentliche Arbeit wurde jedoch von Experten des Abwehrgeheimdienstes erledigt.“

Mehr als 50 Jahre lang waren die britischen Geheimdienste demnach davon überzeugt, dass UFOs eine mindestens genau so große potentielle Bedrohung darstellen könnten, wie etwa die Sowjetunion. Erst 1997 kam das britische Verteidigungsministerium zu der Ansicht, dass die Untersuchungen von UFOs und Alien-Entführungen die Beamten von wichtigeren Aufgaben abhalten würden und schloss offiziell die beiden UFO-Büros.

Dr. David Clarke
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Laut den aktuellen Berichten, sollte ein abschließender Bericht klären, ob aus den UFO-Untersuchungen nützliche Informationen für militärische Zwecke abgeleitet werden können. Laut Clarke bestätigt das zitierte Dossier mit dem Titel „UAPs (Unidentified Aerial Phenomena) in the UK Air Defence Region“ („Unidentifizierte Phänomene im Luftraum im britischen Verteidigungsraum“), dass die Royal Air Force „besonders an neuen Technologien interessiert war, die für ihren Programme von Nutzen sein könnten.“ Vorrangig sei man an „Antrieben, Tarntechnologien und neuen elektromagnetischen Technologien“ interessiert gewesen, so die Akten.

Erstellt wurde das Dossier von einem hochrangigen Commander der Air Force, der in seinen Ausführungen zu der Schlussfolgerung kam, „dass eine feindliche Macht, vielleicht sogar schon in den Besitz eines UFOs gekommen sein könnte.“

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Aus diesem Grund, so schlägt der Bericht weiter vor, „sollten auch zukünftig all jene Berichte über unbekannte oder nicht verstandene Phänomene verfolgt werden, da diese vielleicht auch von einer anderen Nation genutzt werden könnten.“ Weiter heißt es: „Ein tatsächlicher – oder potentieller – Feind könnte ein Fluggerät entwickeln, das die Eigenschaften derartiger Phänomene besitzt. Deshalb sollte man besondere Aufmerksamkeit auf Flugobjekte legen, die sich wie ein UFO verhalten und „Anzeichen von ungewöhnlich hohen Geschwindigkeiten, ungewöhnlichen Manövern, stationärem Schwebeflug und/oder geringer Radarsichtbarkeit aufweise.“

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„Das MoD versucht schon seit mehr als einem Jahrzehnt die Veröffentlichung dieser einst geheimen und hoch sensiblen Akten hinauszuzögern“, kommentiert Clarke das Hin-und-Her um die noch ausstehenden drei britischen UFO-Akten und führt dazu weiter aus: „Obwohl (die mir vorliegende Version) teilweise zensiert ist, kann sie dennoch die Tatsache nicht verbergen, dass das britische Militär daran interessiert war, UFO-Technologien bzw. das, was sie zurückhaltend als ‚neue Waffentechnologie‘ bezeichnen, zu erbeuten. (…) Diese Akten offenbaren, dass man tatsächlich darum bemüht war, diese Technologie – wo auch immer sie herkam – an sich zu bringen, noch bevor die Russen oder den Chinesen ihrer habhaft werden konnte. (…) Auch wenn dieser Bericht 1997 verfasst wurde, so wurde Russland doch auch damals noch immer als ein unbezwungener Gegner mit einem Waffenprogramm betrachtet, das eine Bedrohung für den Westen darstellte.“

Auf Anfrage von Grenzwissenschaft-Aktuell.de erklärte Dr. Clarke, er wisse nicht, wann die ihm vorliegenden UFO-Akten veröffentlicht werden sollen: „Das müssen Sie die National Archives oder das MoD fragen. Die reichen sich diese Akten seit vier Jahren immer wieder hin und her wie eine heiße Kartoffel. Mir liegen mehr als 2.000 Seiten dieser drei Akten als Kopie vor und einige davon habe ich ja auch schon auf meinem Blog auszugsweise veröffentlicht. Das Copyright liegt aber bei der britischen Krone (Crown Copyright). Ich selbst kann diese Seiten also nicht veröffentlichen.“

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