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NASA-Studie: Biologische Aktivität erklärt lange Molekülketten auf dem Mars am besten

Pasadena (USA) – Im vergangenen März (2025) entdeckte der Mars-Rover „Curiosity“  die bislang längsten auf dem Mars nachgewiesenen Molekülkette. Nun zeigt eine neue Studie, dass geologische Prozesse den Fund schlechter erklären können, als wenn es sich um Fragmente von Fettsäuren handelt, die einst im uralten Schlammstein im Gale-Krater konserviert wurden.

Die grafische Darstellung im Vordergrund zeigt die langkettigen organischen Moleküle Dekan, Undekan und Dodekan – die bisher größten auf dem Mars entdeckten organischen Moleküle. Sie wurden in einer gebohrten Gesteinsprobe namens „Cumberland“ nachgewiesen, die im Sample Analysis at Mars (SAM)-Labor im Inneren des NASA-Rovers Curiosity analysiert wurde. Der Rover, dessen Selfie auf der rechten Seite des Bildes zu sehen ist, erkundet den Gale-Krater seit 2012. Im Hintergrund der Molekülketten ist schwach das Bohrloch von Cumberland zu erkennen. Copyright: NASA/Dan Gallagher
Die grafische Darstellung im Vordergrund zeigt die langkettigen organischen Moleküle Dekan, Undekan und Dodekan – die bisher größten auf dem Mars entdeckten organischen Moleküle. Sie wurden in einer gebohrten Gesteinsprobe namens „Cumberland“ nachgewiesen, die im Sample Analysis at Mars (SAM)-Labor im Inneren des NASA-Rovers Curiosity analysiert wurde. Der Rover, dessen Selfie auf der rechten Seite des Bildes zu sehen ist, erkundet den Gale-Krater seit 2012. Im Hintergrund der Molekülketten ist schwach das Bohrloch von Cumberland zu erkennen.
Copyright: NASA/Dan Gallagher

Im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichtete das Team Caroline Freissinet vom französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) über die Entdeckung mit dem Instrument „Sample Analysis at Mars“ (SAM) an Bord des NASA-Mars-Rovers „Curiosity“. Darin entdeckten die Forschenden die Moleküle Dekan, Undekan und Dodekan. „Diese Verbindungen, die aus 10, 11 bzw. 12 Kohlenstoffatomen bestehen, werden als Fragmente von Fettsäuren interpretiert, die in der Probe konserviert wurden. Fettsäuren sind auf der Erde essenzielle chemische Bausteine des Lebens“ (…GreWi berichtete).

Anhand der Curiosity-Daten war es bislang jedoch nicht möglich zu bestimmen, ob die gefundenen Moleküle von lebenden Organismen erzeugt wurden oder nicht. In einer Folgestudie bewerteten die Forschenden nun die Möglichkeit bekannter nicht-biologischer Quellen dieser organischen Moleküle neu – etwa die Eintragung durch Meteoriten, die auf die Marsoberfläche einschlagen – um so zu prüfen, ob diese die zuvor gefundenen Mengen erklären könnten.

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Neue Analysen sprechen für Biomarker

Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun im Fachjournal „Astrobiology“ (DOI: 10.1177/15311074261417879) berichten, erklären die in der Folgestudie berücksichtigten nicht-biologischen Quellen die Häufigkeit organischer Verbindungen nicht vollständig. Daher sei es vernünftig, die Hypothese aufzustellen, dass sie einst von lebenden Organismen gebildet wurden.

Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, kombinierten die Forschenden Labor-Strahlungsexperimente, mathematische Modellierungen und Curiosity-Daten, um die Uhr etwa 80 Millionen Jahre „zurückzudrehen“. Dabei handelt es sich um jene Zeitspanne, während der das besagte Gestein an der Marsoberfläche freigelegt gewesen wäre. Auf diese Weise konnten sie abzuschätzen, wie viel organisches Material vorhanden gewesen wäre, bevor es durch langfristige kosmische Strahlung zerstört wurde. Das Ergebnis: deutlich mehr, als typische nicht-biologische Prozesse erzeugen könnten.

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Weitere Studien notwendig

Bevor jedoch Schlussfolgerungen über das Fehlen oder Vorhandensein von Leben gezogen werden können, seien noch weitere Studien nötig, um besser zu verstehen, wie schnell organische Moleküle in marsähnlichem Gestein unter marsähnlichen Bedingungen zerfallen.

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Quelle: NASA

© grenzwissenschaft-aktuell.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist
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