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UFO-Wahlkampf: Auch Brasiliens Ex-Verteidigungsminister Aldo Rebelo stellt UFO-Akten in Aussicht

Brasilia (Brasilien) – Im Zuge seiner politischen Ambitionen auf das Amt des künftigen Präsidenten Brasilien hat der ehemalige brasilianische Verteidigungsminister Aldo Rebelo überraschend erklärt, er kenne noch geheime UFO-Akten und werde diese, so er gewählt werde, veröffentlichen.

Aldo Rebelo (hier 2021) war von Oktober 2015 bis Mai 2016 Verteidigungsminister Brasiliens.Copyright: Zé Carlos Barretta (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0
Aldo Rebelo (hier 2021) war von Oktober 2015 bis Mai 2016 Verteidigungsminister Brasiliens.
Copyright: Zé Carlos Barretta (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0

In einem Beitrag auf der Plattform X vom 23. Februar 2026 erklärte der Politiker, er kenne die entsprechenden Archivbestände der brasilianischen Streitkräfte und würde diese im Falle seiner Wahl zum Präsidenten veröffentlichen – vorausgesetzt, die USA gehen mit gutem Beispiel voran.

Rebelos Vorstoß erfolgt in einer Phase erneuter internationaler Aufmerksamkeit für das Thema, nachdem Donald Trump seinerseits angekündigt hatte, die Freigabe weiterer US-UFO-Akten prüfen zu lassen (…GreWi berichtete).

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Rebelo: „Ich weiß, welche Dokumente existieren“

Wörtlich schrieb Rebelo:

„Als ehemaliger Verteidigungsminister sehe ich mich veranlasst, zu diesem Thema Stellung zu nehmen. Ich weiß, welche Dokumente die brasilianischen Streitkräfte in ihren Archiven aufbewahren. Ich kann Ihnen versichern, dass ich, sollte ich zum Präsidenten Brasiliens gewählt werden, im Falle der Veröffentlichung der US-Dokumente dasselbe tun werde.“

Die Aussage ist bemerkenswert deutlich. Anders als viele Politiker, die sich zum Thema eher ausweichend äußern, betont Rebelo ausdrücklich seine Kenntnis konkreter Militärarchive. Welche Unterlagen er genau meint, ließ er allerdings offen.

Beobachter werten die Formulierung als politisches Signal: Rebelo positioniert sich damit sowohl gegenüber der internationalen Disclosure-Debatte als auch gegenüber einem in Brasilien traditionell gesellschaftlich großem UFO-interessierten Publikum.

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Brasilien: Ein Land mit langer UFO-Tradition

Mit der Übergabe militärischer UFO-Akten an das Nationalarchiv im Mai 2021 wurde bekannt, dass Brasilien von 1969 bis 1972 das UFO-Untersuchungssystem SIOANI betrieb; etwa fünf Prozent der Fälle blieben hier ungeklärt. Aufmerksamkeit erregte auch die Luftwaffenaktion „Operação Prato“ (1977–78) auf der Insel Colares, ausgelöst durch Berichte über angebliche Angriffe fliegender Lichter, die die Einwohner als „Chupa Chupa“ bezeichneten. Die Untersuchungen wurden ohne eindeutigen Befund beendet.

Besonders prominent ist die „Offizielle UFO-Nacht Brasiliens“ vom Mai 1986, als zahlreiche Objekte radar- und visuell erfasst wurden und fünf Abfangjäger starteten. Damals wurden landesweit mehr als 21 (teilweise angeblich bis zu 100 Meter große) UFOs über den großen Städten in den Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und Goiás gesichtet und auch von der Flugsicherung des Landes auf Radar geortet und verfolgt. Ein später freigegebener Luftwaffenbericht bewertete die Phänomene als feste, manövrierfähige Objekte unbekannter Herkunft. Damals untersuchte das Militär im Bundesstaat Pará eine Serie ungewöhnlicher Lichterscheinungen und Nahbegegnungen, die lokal als „Chupa-Chupa“ bekannt wurden. Die Luftwaffe sammelte. Ein Teil dieser Unterlagen wurde ab den 2000er-Jahren tatsächlich freigegeben, was Brasilien international den Ruf eines vergleichsweise transparenten UFO-Archivs einbrachte. Anhörungen im brasilianischen Parlament folgten 2022 und 2025 (…GreWi berichtete).

Zu den meistdiskutierten brasilianischen UFO-Fällen zählt auch der Varginha-Vorfall von 1996. Damals berichteten mehrere Zeugen aus der Stadt Varginha von der Sichtung eines angeblichen nichtmenschlichen Wesens, Militärtransporten eines abgestürzten Objekts, gefangener Wesen. Trotz offizieller Dementis stehen zahlreiche Zeugen von damals bis heute zu ihren Aussagen zu einem der prominentesten UFO-Fälle Lateinamerikas (…GreWi berichtete).

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Politischer Kontext der aktuellen Aussage

Rebelos Vorstoß fällt in eine Phase wachsender politischer Instrumentalisierung des UFO-Themas weltweit. In den USA hat insbesondere die jüngste Debatte um UAP-Transparenz den Druck auch auf andere Staaten erhöht, ihre eigenen Archive zu prüfen.

Unter anderem als ehemaliger Verteidigungsminister (2015–2016) verfügt Aldo Rebelo tatsächlich über Einblick in militärische Strukturen. Ob er jedoch Zugang zu allen relevanten UFO-Akten hatte, lässt sich von außen derzeit nicht überprüfen. Auch hier bleibt abzuwarten, ob hinter den Aussagen mehr als nur Wahlkampfversprechen steckt.

Mit seiner öffentlichen Positionierung hat Rebelo das UFO-Thema ganz oben auf die politische Agenda Brasiliens gesetzt. Allerdings bleibt seine Formulierung konditional: Eine Veröffentlichung stellte er ausdrücklich und nur unter die Voraussetzung entsprechender US-Schritte zur Debatte. Wieder einmal hängt es also an der Trump-Administration ihren Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen. Das könnte dauern…

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Quelle: X, eigenen Recherche GreWi

© grewi.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist
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Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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